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schaften sträubte und mit zähkonservativem Sinn an der einfachen,
vom Vater übernommenen Wirtschaftsweise festhielt, der mehr
zur Befriedigung eigenen Stolzes als um einer, rationellen Aus—
beute willen die Viehzucht betrieb,s9) beseitigt hat. Die groß
angelegten Besiedlungsversuche der englischen Regierung 60) werden,
mögen sie auch zu einem noch so großen Prozentsatz mißglücken, 6)
jedenfalls das gute haben, daß sie immerhin einige Musterwirt⸗
schaften auf moderner Wirtschaftsgrundlage zeitigen, daneben aber
auch den Buren durch belehrendes Beispiel und durch die Schaffung
einer Konkurrenz zu einem intensiveren Wirtschaftsbetriebe ver⸗
anlassen werden. Eine erhebliche Steigerung der landwirtschaft⸗
lichen Produktion ist hiernach m. E. mit Sicherheit anzunehmen,
sofern diese nur gegen den ausländischen Wettbewerb durch ge⸗
nügende Zollschranken geschützt ist. Nun kämen ja an sich die
Ch.'schen Zollmaßnahmen diesem Wunsche entgegen. Die Haupt⸗
lieferanten der agrarischen Einfuhr sind aber die britischen
Kolonien selbst, so besonders Australien, Neuseeland und auch
Kanada. Diese würden als Mitglieder des Zollvereins, wenn
das letzte Ziel, die Zollfreiheit im Innern des Greater Britain,
erreicht ist, nicht den Zoll zu zahlen haben; sie würden vielmehr
ihren Export mit Rücksicht auf etwa sich mit dem Ausland er—
gebende Schwierigkeiten mehr wie bisher nach dem ihnen offen⸗
stehenden und so viel näher als das Mutterland liegenden Süd⸗
afrika hinlenken, und die Folge des Eintritts in den „Zollverein“
wäre in diesem Punkte für Südafrika nur, daß es, anstatt wie
bisher auch aus fremden Ländern jetzt nur noch aus britischen
Kolonien mit Agrarprodukten versorgt würde: zum gleichen
Schaden für die einheimische Landwirtschaft.
Dasselbe gilt für die Einfuhr der Industrieprodukte. Die
schwachen Ansätze einer eigenen Industrie e2) sind schon jetzt durch
den Zolltarif von 19083 erheblich gefährdet, weil dieser ihnen
keinen oder doch keinen ausreichenden Schutz gewährt. Namentlich
ist es die Kerzen-, Mühlen- und Konfektindustrie, die sich über
den Tarif bitter beklagt.ss“ Und doch bezeichnete Ch. die Art

59) Vgl. Berichte f. Hand. u. Ind. Bd. 4 S. 291.
60) Vgl. Statesmans yearbook S. 249 f. u. 285.
51) Vgl. Samassa S. 110.
82) Vgl. Handelsber. IIISi S. 60, Samassa S. 85.
33) Val. Handelsber. IIIꝛ1 S. 3.