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und Weise, wie die Bevorzugung der britischen Waren erreicht
wurde — nämlich durch entsprechendes Höherschrauben der Zoll—
sätze für fremde Waren unter Aufrechterhaltung des bisherigen
Zolls für britische Produktess) — als keineswegs ausreichend
und seinen Intentionen entsprechend. Wie erst, wenn nach dem
Ch.'schen Plan gegenüber der übermächtigen britischen Industrie
die Zollsätze noch mehr ermäßigt sind, ja jede Zollschranke ge—
fallen ist? Die vorhandene Industrie wäre einfach vernichtet, das
Erstarken neuer anderer Industriezweige ausgeschlossen. Ich
glaube aber nicht, daß sich Südafrika schlechthin durch den Mehr—
heitsbeschluß einer Kolonialkonferenz zu einem Lande rein agrarischer
Produktion — abgesehen von der Gold- und Diamantenindustrie —
wird stempeln lassen.66) Dazu sind schon zu viele Existenzen an
dem Fortbestehen der jungen Industrie interessiert, dazu ist das
Selbständigkeitsgefühl in der Kolonie schon zu groß, dazu fordern
schließlich die im Boden ruhenden Schätze zu sehr ihr eigenes Recht.
Dagegen würde England zweifellos großen Vorteil durch eine
Einbeziehunng Südafrikas in den Zollverein haben.
Wie wir bereits gesehen haben, betrug der Anteil Groß—
britanniens an der Einfuhr im Jahre 1903 62, 100, der der
britischen Besitzungen 10,70/0. Es ist m. E. zweifellos, daß das
Vereinigte Königreich und seine Besitzungen sehr bald die fehlenden
27,2010 oder — wenn wir die von Samassa (S. 341) für 1904
mitgeteilten Zahlen zu Grunde legen — 28,70/0 fast ausschließlich
an sich gebracht haben würde, wenn auf die ausländischen Industrie—
erzeugnisse der geplante Wertzoll von 100/,, gelegt, dagegen die
englischen Erzeugnisse zollfrei bleiben würden. Großbritanniens
Hauptkonkurrenten sind auch auf dem südafrikanischen Markte
augenblicklich die Vereinigten Staaten von Nordamerika und
Deutschland.
Amerikas Haupteinfuhrartikel sind „Lebensmittel, landwirt—
schaftliche Maschinen, sonstige Maschinen und Bergwerksaus—
rüstungen, Schreibmaschinen, Fahrräder, Kontrollkassen, Zaundraht,
Werkzeuge, Material für Eisenbauten, Lokomotiven, Ofen, Lampen,
Holz in verarbeitetem und unverarbeitetem Zustande, Windmotoren,
Bohrmaschinen, elektrische Maschinen und sämtliche Arten von

64) Vgl. Braude S. 74
65) Val. Fuchs S. 253.