lischen Einfluß erblicken. Großbritannien will eben die Baum—
wollindustrie Agyptens, für die infolge der eigenen Rohstoffpro⸗
duktion und der bequemen Schiffahrtsverbindungen die Vorbedin—
gungen ganz günstig wären, nicht hoch kommen lassen, um der
einheimischen Industrie den Markt offen zu halten. — Auch die
Zuckerindustrie ist mit Rücksicht darauf, daß der Zuckerrohrbau
mehr und mehr durch den Baumwollenbau verdrängt wird, ständig
zurückgegangen. 96)
Die Hauptartikel der Einfuhr und der Anteil Großbritan—
niens an ihnen ergeben sich aus der folgenden Tabelle Nr. 4.
Tabelle Nr. 4.
1904 in RE.

Waare

Baumwollgewebe
Sonstige Gewebe
Konfektionswaren
Eisen- und Stahlwaren
Sonstige Metallwaren
Maschinen
Lokomotiven
Mehl
Galanterie- u. Kurzwaren

Steingut, Porzellan, Glas
Möbel
Farbwaren

Gesamteinfuhr

2.969,497
1,004, 909
48,588
1,282, 188
480,638
718,054
70,020
685,911
380, 836
269, 688
342, 189
158.676

Davon aus
Großbritannien

2848, 906
308, 948
138,082
551,098
301,195
346,761
29,807
11,358
59,006
31418
76,868

33. 125

Aus dem Handelsarchiv 19051 S. 652 entnommen.)

Ein Zoll auf fremde Einfuhr müßte hiernach die britische
Einfuhr, die überwiegend aus Fabrikaten besteht, außerordentlich
begünstigen. Anstatt wie bisher weiter — wenigstens relativ —
zurückzugehen, würde sie bald die alte Höhe überschritten haben

96) vgl. Nachr. f. Hand. u. Ind. 04 Nr. 67 S. 83.