dem Handel mit Südnigeria und werden wohl ausschließlich sich
über dies Gebiet vollziehen.108)

b. Ostafrika.
2. Zanzibar und Pemba.
Die beiden Inseln sind nur in geringem Umfange Produktions⸗
länder, und nur zu einem kleinen Teil bleibt die Einfuhr in ihren
Grenzen. Ihre Hauptbedeutung, besonders die Zanzibars, ist
— DD
Hier strömen auf Grund der früheren politischen Verhältnisse in—
folge langjiähriger Gewohnheit die Handelsgüter der ganzen Ost—
küste zusammen, um von hier aus weiter verteilt zu werden. Nur
ganz allmählich gelingt es, besonders durch die Bemühungen des
kaiserlich deutschen Gouvernements in Dar-es-salam, den Handel,
wenigstens des deutschen Schutzgebietes, nach Dar-es-salam hin—
überzuziehen.

So kommt es, daß die Ein- und Ausfuhrziffern des General⸗
handels für Zanzibar recht hoch, des Spezialhandels dagegen
verhältnismäßig niedrig sind.
Es betrug in Rupien) (1 Rupie — 1,36 M. im Jahre 1903)
— D
16. 308,768 — 16,740,611 20,425, 90
16.21450217.527.764 17.516,080 20.528, 419 20. 082., 86

Ein- und Ausfuhr sind also nicht unerheblich zurückgegangen.
Der Grund hierfür dürfte der schon erwähnte sein: Das Be—
streben, den Handel unter Umgehung Zanzibars direkt nach den
Absatzgebieten zu leiten.
Auf den Spezialhandel entfielen von den Werten des Jahres
1902 an Einfuhr (ohne gemünztes Geld) 2,596,588 Rup., an
Ausfuhr 83,110,8345 Rup. Der Spezialhandel betrug daher nur
ungefähr 1/, des Generalhandels.
Haupterzeugnisse der beiden Inseln sind Nelken, Nelkenstengel
und roter Pfeffer; die übrigen Ausfuhrartikel afrikanischen Ur—
109) vgl. Col. Off. L. O4 S. 280. — Bgl. auch Statesman's yearbook
S. 280.
110) val. Handelsber. III S. 1f. u. 32.