sprungs, wie Elfenbein, Kautschuk, Kopra, Erdnüsse usw., sind
iberwiegend Durchgangsware. — Für die drei hervorgehobenen
Warengattnnugen ist der Ch.'sche Schutzzoll bedeutungslos. An der
Einfuhr sind in erster Linie Indien (4,327,092 Rup.) und Deutsch⸗
ostafrika (83,041,9500 Rup.) beteiligt. Von den europäischen Län⸗
dern steht Großbritannien an der Spitze mit 2,347,634 Rup.;
es folgen die Vereinigten Staaten mit 1,207,210 Rup. und
Deutschland mit 1,127,368 Rup. uu) Die Erschwerung der fremd⸗
ändischen Einfuhr dürfte zur Folge haben, daß die bereits ver—
suchte Ablenkung des Handels von Zanzibar wesentlich beschleu—
nigt wird. Großbritannien würde nur ganz vorübergehend Vor—
teil und später sich auf den Spezialhandel der beiden Inseln zu
heschränken haben.

8. Britisch-Ostafrika mit Uganda: Es betrug!) in *

1903 1008
die Einfuhr 455,427 443,032 frühere Zahlen
die Ausfuhr 159.612 148.060 fehlen

Für das gesamte wirtschaftliche Leben dieses Gebietes ist der
Bau der Ugandabahn von ausschlaggebender Bedeutung gewesen.
Während des Baues steigerten die Bedürfnisse der meistens indi⸗
schen Arbeiter die Einfuhr beträchtlich, mit ihrer Fertigstellung
hat sie die weiten Bezirke Ugandas dem Verkehr erschlossen und
dadurch die Möglichkeit geschaffen, daß in einigen Jahren das
Land feinen eigenen Bedarf an Getreide, Reis und Hülsenfrüchten
deckt. Vorläufig bilden aber diese Waren noch einen Hauptein⸗
fuhrartikel, daneben sind dies Baumwollen- und Wollenwaren,
bon denen im Jahre 19038 für 138,803 eingeführt wurde,
Zpirituosen, Baumaterialien, Kohlen und Lebensmittel. Mit der
veiteren Vervollständigung der Verkehrswege wird der Handel
sicherlich beträchtlich zunehmen.
Als Hauptausfuhrartikel kommen Elfenbein, Häute, Kautschuk,
Kopra und Mangrovenrinde in Betracht. Die landwirtschaftliche
Produktion hat noch keine nennenswerten Erfolge gehabt. Jedoch

111) vgl. Handelsber. III S. 2.
119) val. Handelsber. II0 S. 2f.: 6 u. 75