werden Anbauversuche mit Baumwolle und rotem Pfeffer ge⸗
macht.ius) Auch verspricht der Kartoffel-⸗ Bohnen- und Lein—
samenbau demnächst größere Ausfuhrmengen zu liefern. Die
Wirkung des Ch.'schen Zolls wäre hier dieselbe wie in den west—
frikanischen Kolonieen.

x. Somaliland: Es betrug!t) in Rupien

die Einfuhr
die Ausfuhr

000

4594,70
4152,57

00100

5,877,54
5,.242 664

1900/018

5,915,903
5.470.340

Somaliland ist die einzige Kolonie, die einen wesentlichen
Rückgang in ihrem Handel zeigt. Der Grund hierfür, der gleich—
zeitig die Bedeutung des Bahnbaues für die Erschließung von
Kolonieen aufs Beste illustriert, ist der Bau der Bahn von
Djibuti nach Harrar im französischen Somalilande. Durch sie
wurde der bedeutende Handel Zailas in den letzten drei Jahren
im die Hälfte von diesem Hafenplatz weggelenkt. Die Eingebo—
renen stehen verhältnismäßig sehr tief. Sie leben von ihren
Tieren und verkaufen deren Felle und das überschüssige Vieh, um
für den Erlös Getreide, Datteln und amerikanisches Tuch einzu—
kaufen. Diese Tatsachen spiegeln sich in der Handelsstatistik
wieder. Haupteinfuhrartikel sind Baumwollwaren, Reis, Mehl
und Datteln, Hauptausfuhrwaren Felle, daneben auch etwas
Kaffee, Elfenbein. Gummi und Harz.
c. Zentralafrika.
Es betrug in 9116)

1903/04 1902/08

die Einfuhr
die Ausfuhbr

206,000 148,700 s ältere Zahlen
27.400 34,700 fehlen

Hiervon wurde aus, bezw. nach Großbritannien im Jahre
1903/04 für 174.845 ein- und für 21,800 ausgeführt.
1183) vgl. auch Statesman's yearbook S. 210f. u. 218.
114) vgl. Hand.Arch. 04 I S. 583ff.
115) val. Hand.Arch. 05 II S. 270f.