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der deutschen Seeinteressen (S. 14 u. 15) gegebenen Tabellen
—0 großen Nachbarländern nur
die Vereinigten Staaten von Nordamerika, Argentinien, Britisch⸗
Ostindien, Brasilien und Britisch-Australien hinsichtlich der Ein—
fuhr nach Deutschland und hinsichtlich der Ausfuhr aus Deutsch⸗
land nur die drei zuerst genannten Länder (vgl. S. 16 u. 17 a.
a. O) höhere Prozentsätze aufweisen. Berücksichtigt man ferner,
in welchem Umfange der deutsche Handel mit Britisch⸗Afrika, be⸗
sonders aber mit Ägypten und Britisch-Westafrika, in den letzten
Jahren zugenommen hat, weiter, daß an der Ausdehnung des
Maͤrktes an sich auch Deutschland seinen Anteil haben würde,
schließlich, daß es sich in Britisch-Mittelafrika um Länder handelt,
vo das Entstehen einer eigenen leistungsfähigen Industrie, wie
. B. in Nordamerika und Rußland, nicht zu befürchten ist, so
erhellt ohne Weiteres, daß die deutschen Handelsbeziehungen zu
Britisch-Afrika keinen unwesentlichen Faktor in dem Interesse
Deutschlands, der britische Reichszollverein möge nicht zu stande
eommen, ausmachen.
Noch bedeutungsvoller wäre aber die Gründung des briti⸗
schen Reichszollvereins für unsere, noch in den Anfangsstadien ihrer
Entwicklung befindlichen afrikanischen Kolonieen, zumal wenn die
Zollschranke auch für den Handel mit Rohstoffen gezogen würde.
Die Tabelle Nr. 7 (siehe S. 58) giebt eine Ubersicht über die
Gesamtausfuhr unserer Kolonieen und ihre Ausfuhr nach den
afrikanischen Nachbarländern. Unter letzteren sind allerdings
auch die nichtbritischen Besitzungen fremder Mächte mitinbegriffen.
Genaue Zahlen für die Ausfuhr nach den britischen Kolonieen allein
waren mir nicht zugänglich. Ich glaube aber mit Rücksicht auf
die örtliche Lage, die Verkehswege und Absatzgelegenheiten, daß
—— den briti⸗
schen Besitzungen geht.
Die beigefügten Prozentzahlen zeigen das Interesse unserer
—
würde für Südwestafrika die Sperrung der kapländischen Grenzen
ein schwerer Schlag sein, da Britisch-Südafrika für seine Pro—
dukte der gegebene Absatzmarkt ist bezw. werden wird. 26) Ja,

.26) vagl. bes. Samassa S. 400 u. 401.