tätigkeit aufzunehmen. Mit dieser war, wie erwähnt, Hermann
Brunner betraut; dessen Anstellung erfolgte am 1. August
1896. Damit war einer der wichtigsten Vorschläge verwirklicht
worden.
Die bereits bestehenden Spar⸗ und Darlehenstkassenvereine
wurden durch den Revisor in rascher Folge besucht und revi—
diert, andere wurden neu gegründet; die genossenschaftliche
Saat, durch das lebendige Wort und den bald zugenommenen
Geschäftsverkehr mit dem Central-Verband gestreut, trug in
kürzester Zeit überraschende Früchte: Zahlreiche neue Genossen⸗
schaften wurden neu gegründet, die bestehenden traten bis auf
wenige Ausnahmen dem Verband bei, ihre ganze Geschäftstätig⸗
keit erfuhr durch ihre Zugehörigkeit zum Verband und durch
dessen Tätigkeit eine Neubelebung und zum größten Teile auch
eine Neugestaltung; erst jetzt waren die Raiffeisen'schen Spar⸗
und Darlehenskassenvereine auf die sichere Bahn einer fort⸗
schreitenden Entwicklung gelenkt.
Schließlich trat der Verband auch an die Durchführung der
übrigen im Interesse der Raiffeisen'schen Spar- und Darlehens⸗
kassenvereine gefaßten Landtagsbeschlüsse heran. Er traf mit
der Landesbank des Königreiches Böhmen für die Zwecke des
Geldausgleiches selbst ein befriedigendes Abkommen und hat,
einer Aufforderung des Landesausschusses entsprechend, die
Herausgabe der Gründungsanleitung und der zur Geschäfts⸗
führung notwendigen Bücher, sonstigen Drucksorten und For⸗
mularien übernommen. Die Herausgabe der Bücher und der
zur Geschäftsführung notwendigen Drucksorten sowie auch die
Musterstatuten für die F. W. Raiffeisen'schen Spar⸗ und Dar⸗
lehenskassenvereine war bereits erfolgt und so erschien nach bald
fünfjährigem Bemühen alles getan, was die Spar- und Dar—⸗
lehenskassenvereine zu einer erfolgreichen Betätigung brauchten
und was bei fortdauerndem Wohlwollen für die Sache auch die
Organisation befestigte, in der diese Vereine zusammenge—
schlossen sind.

1897.

Durch das mehrfache Eingreifen des neu gegründeten Cen⸗
tral⸗Verbandes der deutschen landw. Genossenschaften Böhmens
in die praktische genossenschaftliche Gestaltung im letzten Grün—

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