verbandes, das landwirtschaftliche Genossenschaftswesen in die
richtigen Bahnen zu lenken, zu unterstützen.
Mit der Entwicklung und Erweiterung der Tätigkeit der
einzelnen Genossenschaften hat auch die Tätigkeit des Verbandes
einen wesentlichen Aufschwung genommen.
Um über Wirkung und Tätigkeit der Spar- und Darlehens⸗
kassenvereine im allgemeinen sowie im wirtschaftlichen und ge⸗
sellschaftlichen Leben bestimmte Erfahrungen zu sammeln,
wurde an eine Anzahl von Spar⸗- und Darlehenskassenvereine
die Frage hinausgeben, in welcher Weise sich der Bestand und
die Tätigkeit der Kassenvereine im allgemeinen und wie im
wirtschaftlichen Leben insbesondere bemerkbar macht.
Bezüglich der eingelangten Antworten, in welchem durch⸗
wegs die segenbringenden Wirkungen der Kassen hervorgehoben
werden, sei auf das „Genossenschaftliche Jahrbuch“ für 1899,
S. 17-20, verwiesen.
Nach Beendigung des Thomasmehlkrieges ging die Ver—⸗
bandsleitung unverdrossen und mit aller Kraft daran, das Ver⸗
säumte nachzuholen, den Verband weiter auszubauen. Es muß
hier festgestellt werden, daß dies der Verbandsleitung nach den
meisten Richtungen hin auch vollkommen gelang. In voller
Einigkeit und mit großer Ausdauer erledigte der Verbands—
ausschuß eine Menge wichtiger Arbeiten und faßte diesbezüg⸗
liche Beschlüsse. So wurde das Warengeschäft auf eine neue
Grundlage gestellt. Dank dieser Einrichtung wurde der Verlust
des Vorjahres wieder wettgemacht.

1902.

Das Genossenschaftsblatt, bisher Beilage zum „Deutschen
Landwirt“, trat mit 1. Jänner 1902 aus dem bisherigen Ver—
hältnis aus und erschien in Verfolgung seiner sich immer um—
fassender gestaltenden Aufgaben und Verpflichtungen von da ab
als selbständiges Blatt. Ein kurzer Rückblick auf den Werde—
gang dieses Organes zeigt uns, daß es, mit dem Entwicklungs—
gang des Genossenschaftsverbandes auf das innigste verknüpft,
gleich diesem aus kleinen, schwachen Anfängen nach und nach
herausgewachsen ist.

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