Die ersten Anfänge zu diesem nun selbständigen Organ
finden wir im „Deutschen Landwirt“, dem Organ des Deutschen
landw. Zentralverbandes für Böhmen. In entgegenkommend⸗
ster Weise öffnete der „Deutsche Landwirt“ den ersten Bestre—
bungen der deutschen Landwirte auf dem genossenschaftlichem
Gebiet seine Spalten für die notwendigen Veröffentlichungen
und Berichte (189936 - 1897).
Das rasche Anwachsen der Genossenschaften, infolge dessen
das Wachsen der genossenschaftlichen Veröffentlichungen ver—
anlaßte den Genossenschaftsverband, im Jahr 1898 als Beilage
zum „Deutschen Landwirt“ ein eigenes Genossenschaftsblatt
herauszugeben, um so den vergrößerten Ansprüchen Rechnung
tragen zu können.
Einen Markstein im Genossenschaftsleben des Verbandes
bildete die durchgeführte Erwerbung eines eigenen Genossen—
schaftshauses.
Die von Jahr zu Jahr steigende Entwicklung der land—
wirtschaftlichen Genossenschaften hatte zur Folge, daß die
Tätigkeit des Verbandes sich stets steigerte. Mit dieser Ent—
wicklung ging Hand in Hand eine Vermehrung der Kanzlei—
kräfte und damit auch der Kanzleiräume.
In der Ausschußsitzung vom 2. März 1902 wurde der ein⸗
stimmige Beschluß gefaßt, ein eigenes Haus anzukaufen, und
der Vorstand wurde beauftragt, die einleitenden Schritte durch—
zuführen.
In der Vorstandssitzung vom 19. März wurde eine größere
Anzahl Kaufangebote geprüft und sechs Anbote zur Beschluß—
fassung für den Ausschuß ausgewählt.
In der Ausschußsitzung vom 1. April 1902 wurde der ein—
stimmige Beschluß gefaßt, als Genossenschaftshaus das Haus
Nr. 3 in der Jungmannstraße“*) zu kaufen, weil dieses Haus
rücksichtlich des Bauzustandes und der Anordnung der Räum—
lichkeiten sich am besten eignete und außerdem der Zinsertrag
sich am günstigsten gestaltete.
Seit 1. Mai 1902 ist der Central-Verband Besitzer des Ge—
nossenschaftshauses und er ist am 1. Juli mit seinen Kanzleien
dahin übersiedelt.

*) Jetzt Fochova 3.

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