ist doch immer besser als gar keine. Die Realisierung dieser ganz
klaren Tatsache, welche früher sehr erschwert, ja sogar oft un—
möglich war, war jetzt infolge der Mitwirkung des Verbandes
und der Raiffeisenkassen bei der Durchführung von Konvertie⸗
rungen erleichtert und das wurde dadurch ermöglicht, daß die
Raiffeisenkasse dort, wo mit dem gewährten Bankdarlehen nicht
alle Grundschulden abgelöst werden konnten, dem konvertierenden
Hypotheksbesitzer mit der Gewährung eines entsprechend hohen
Personalkredites, eventuell auch Hypothekenkredites beisprang
und die Durchführung der Konvertierung möglich machte. Das
war ein nicht zu unterschätzender Erfolg der Raiffeisenkassen.
Dank der Arbeitsfreudigkeit, der ruhigen und sachlichen Be⸗
urteilung und Behandlung aller auftauchenden Verbands⸗
angelegenheiten seitens der Amtswalter des Verbandes war es
dem Verband gelungen, in sein Arbeitsfeld 1903 noch manches
Nützliche, Wohltätige und Zukunftsvolle einzufügen.
Hierher gehörte die Einbruchsversicherung, welche durch
den Verbandstagbeschluß vom 25. Oktober 1903 in bezug auf
die Leistung der Prämien eine höchst einsache, aber auch billige
Be⸗ und Verrechnung und auch eine sichere Grundlage gefun—⸗—
den hat.
Auf Grund vielfacher Erfahrungen wurden im Interesse
des Warenverkehres beim Verband, der ja bei ihm nicht im
händlerischen, sondern vor allem im genossenschaftlichen Sinne
betrieben werden soll, vom Vorstand und Ausschuß nicht nur
die Rabattsätze für die Hauptartikel von diesem Gesichtspunkt
aus in eine einheitliche Form gebracht, sondern auch, um jedem
Vorwurfe nach dieser Richtung vorzubeugen, der Höchstbetrag
des Bruttogewinnes für den Verband festgelegt.
Zur Linderung der großen Futternot Westböhmens trat
der Verband auf Grund des Ausschußbeschlusses vom 11. Juli
1903 in der Weise ein, daß er im Genossenschaftsblatt eine stän—
dige Rubrik „Futtermittelanbote“ eröffnete und die Vermitt—
lung zwischen Käufer und Verkäufer vollständig kostenlos
durchführte.

Eine natürliche Wirkung der Erstarkung des landwirtschaft⸗
lichen Genossenschaftswesens war eine gesteigerte Gegnerschaft
durch die wirtschaftlichen Konkurrenten. Diese Gegnerschaft