mend einzugreifen. Der Verbandstag sprach die zuversichtliche
Erwartung aus, daß das k. k. Unterrichtsministerium in Wür⸗
digung der volkswirtschaftlichen Bedeutung unserer Organisa—
tion diesen Erlaß sistieren wird.
Gegen den Erlaß wurden wiederholt Interpellationen ein⸗
gebracht und der damalige Unterrichtsminister hat auch das Ver⸗
sprechen gegeben, daß dieser Erlaß nicht weiter aufrecht erhalten
werden soll.
Daß bei dem ausgedehnten Arbeitsgebiete des Verbandes
die genossenschaftliche Organisation in den einzelnen Landes—
teilen nicht intensiv genug gefördert werden konnte und daß die
Verbreitung und Vertiefung des Genossenschaftswesens man—
ches zu wünschen übrig lassen mußte, lag auf der Hand.
Wenn trotzdem das heimische deutsche Genossenschaftswesen
stete Fortschritte machte, so war es in erster Linie Dr. Weden
mit zu verdanken, welcher mit unermüdlicher Treue das Ge—
nossenschaftswesen seit Jahren in jeder Hinsicht förderte.
Der Verbandsausschuß hat in Würdigung der Verdienste
Dr. Wedens in der Sitzung vom 20. November 1905 ihn zum
definitiven Verbandsanwalt bestellt.
Mit Schluß des Jahres 1905 verließ Verbandsdirektor
Hermann Brunner, der von der Gründung des Verbandes
an in dessen Dienste stand und sich als Verbandsrevisor und
Direktor vielseitige Verdienste erworben hat, seine Stellung.

1906.

In diesem Jahr wurde von dem Vorstand die Einrichtung
getroffen, daß für jede Abteilung der Verbandskanzlei ein Vor⸗
standsmitglied als ständiger Referent fungiert. Als Referenten
wurden bestellt: Für die Direktionsabteilung: Vizepräsident
Matzner, für die Geldabteilung: Vorstandsmitglied Abg.
Kasper und als Ersatzmann: Vorstandsmitglied Jahnel,
für die Revisionsabteilung: Vorstandsmitglied Jahnel,
für die Warenabteilung Vorstandsmitglied Hofmann, für
die Buchhaltung: Vorstandsmitglied Kohlert.
Dem Exekutivkomitee für die Durchführung der Heeres—
lieferungen gehörten als Mitglieder die Vorstandsmitglieder
Josef Matzner und Ferdinand Kohlert sowie Ausschuß—