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auf ihren früheren Stand gebracht werden, wenn wir die reichen Schätze
der heimischen Wasserkräfte dem KEisenbahnverkehr in Form von
elektrischer Energie dienstbar machen wollen. Wir müssen uns in
Erinnerung rufen, welche Rolle das ausländische Kapital in der
Geschichte des österreichischen Eisenbahnwesens gespielt hat. Die zwei
größten österreichischen und ungarischen Eisenbahngesellschaften, die
Staatebahn- und die Südbahngesellschaft, wurden von ausländischem
Kapital gegründet und obwohl das Netz dieser Gesellschaften in
zwei Staaten gelegen war, viele Jahrzehnte hindurch nach einheitlichen
 Grundsätzen verwaltet. Mehr denn je wäre der Völkerbund
 im gegenwärtigen Zeitpunkte berufen, sein Interesse
an der Neuordnung des österreichischen Eisenbahnwesens zu betätigen,
wenn hiemit, wie früher ausgeführt wurde, ein Zusammenschluß
 der Nachfolgestaaten auf tarif- und verkehrspolitischem
 Gebiete Hand in Hand ginge. Macht sich doch
die Zerrissenheit Mitteleuropas nirgends so verheerend geltend, als gerade
bei den einzelnen Eisenbahnverwaltungen der Nachfolgestaaten. ‚Die
heutige Situation‘, so führte Dr. Benesch, der Außenminister der
Tschechoslowakischen Republik, kürzlich in einer Ausschußsitzung des
Prager Senates aus, „ist so, daß diese zerrissenen wirtschaftlichen Zusammenhänge,
 die Nachkriegsverhältnisse und die daraus entstehenden
politischen Streitigkeiten sowie die schlechte Wirtschaft in einzelnen
Staaten die allgemeine schlechte wirtschaftliche und finanzielle Situation
herbeigeführt haben“. Nicht nur die Nachfolgestaaten, auch die Ententestaaten
 haben ein Interesse an einem ungehinderten und gesicherten Durchzug
 auf unseren Eisenbahnen. Italien hat dieses Interesse dokumentiert,
als es anläßlich der Internationalisierung der Donau-Save-Adria Eisenbahn
 (vormals Südbahngesellschaft) in eine Garantieverpflichtung
für Österreich eintrat. Wir müssen das Interesse derjenigen Staaten,
für die ein ungehinderter und gesicherter Durchzug über unsere Bundesbahnen
 von Bedeutung ist, im Wege staatsrechtlicher Vereinbarungen
mit unseren eigenen Interessen verknüpfen und auf die Herstellung
eines Regimes hinwirken, welches im zwischenstaatlichen Verkehr normale
Verhältnisse herbeizuführen imstande ist.

Dem Völkerbund, der schon vor zehn Jahren in das Schiksal der
Bundesbahnen eingegriffen hat, obliegt auch jetzt die Verpflichtung,
einen Weg zu finden, um die Österreichischen Bundesbahnen unter
Bedachtnahme auf ihre verkehrspolitische Bedeutung auf eine solche
finanzielle Grundlage zu stellen, daß der ungestörte Betrieb derselben
 gewährleistet und der Bund von der durch den Friedensvertrag
hervorgerufenen unerträglichen Belastung befreit wird,
Immer mehr verdichtet sich die Anschauung, daß die gegenwärtigen
Zustände im zwischenstaatlichen Verkehr, die von einem sich immer
mehr steigernden Protektionismus beeinflußt werden, den der frühere
britische Schatzminister Snowden als „ökonomischen Nationalismus‘‘
gekennzeichnet hat, auf die Dauer unhaltbar sind, daß die bisherigen