Thermochemie.

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daß 206,9 Gewichtsteile (Gramm) Blei und 253,8 g Jod 460,7 g
Bleijodid bilden.
Die Gleichung gibt den Vorgang aber nicht vollständig wie—
der, denn bei der Bildung des Bleisodids wird Wärme entwickelt,
und zwar eine für diese Verbindung, in Gramm⸗Molekülen aus—
gedrückt, ganz bestimmte Wärmemenge. die vollständige Glei—
chung lautet

PbD 29 - PbPIA 39,8 Kal.

Mit anderen Worten: 39,8 Kal. ist die Bildungswärme des
Gramm⸗Moleküls Pleijodid, oder der Energieinhalt des Systems
206,9 g Blei 4 253,8 g Jod ist bei der Umwandlung in das
System 460,7 g Bleijodid um 39,8 Kal. vermindert worden.
Es gibt nun auch Reaktionen, bei welchen Wärme nicht ent—
wickelt, sondern aufgenommen wird, deren Bildungswärme also
negativ ist, oder bei denen das neue System einen größeren Energie—
inhalt besitzt als das frühere. 3. B. die Bildung von Jodwasser—⸗
stoff aus Jod und Wasserstoff tritt nur unter Sufuhr von Energie
in Form von Wärme ein:

LHSIHAG kKal.

126,8 g Jod und 1,01 g Wasserstoff bilden 127,81 g Jodwasser⸗
stoff unter Absorption von 6 Kal.
Zur Zerlegung der Verbindungen in die Ausgangsstoffe ist der
ihrer Bildungswärme entsprechende Aufwand an CEnergie erforder⸗
lich. Also um 1 Gramm-Mol. Bleijodid (460,7 g) in Blei und Jod
zu spalten, müssen 39,8 Kal. Wärme oder ein äquivalente andere
Energieform wieder zugeführt werden, welche Wärme dann in
den frei werdenden Elementen als chemische Energie enthalten ist.
Bei der Zersetzung von 1 Gramm-Mol. Jodwasserstoff (127,8 8)
dagegen tritt eine Wärmeentwickelung von 6 Kal. ein.
Man hat also zwei Arten der Bildung chemischer Stoffe zu
unterscheiden, welche durch die allgemeinen Formeln auszudrücken
sind:
(1) ABSCF qkal.
Dies ist eine exothermische Reaktion, und Cist eine exothermische
Verbindung.
2) ABCA qkal.
stellt eine endothermische Keaktion dar, und C ist endothermisch.