Spezifische Wärme.

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Reaktion, deren Formel man kennt, zu berechnen, und sie gilt
nicht nur für diejenigen Keaktionen, wo alle KRörper, Komponenten
und Produkte, gasförmig sind, sondern auch für diejenigen, bei
welchen einige Körper im Ausgangssystem oder im Endsystem
flüssig oder sest sind.
Die in den vorhergehenden Tabellen (S. 25, 26) angegebenen
Bildungswärmen gelten für 150 Temperatur und atmosphärischen
Druck.
Wie schon bemerkt wurde, wird die Wärmetönung auch von
der Wärmeaufnahme-Fähigkeit der Explosionsprodukte, d. h. von
deren spezifischer Wärme, beeinflußt, und demnach auch die
Erplosionstemperatur und der Explosionsdruck. Ferner ist die
spezifische Wärme auch der Komponenten zu berücksichtigen, um
die Wirkungen einer gewissen Erwärmung der letzteren zu er⸗
fahren. Es seien deshalb hier die spezifischen Wärmen einiger
für das Studium der Sprengstoffe in Betracht kommenden Körder
mitgeteilt.
Die spezifische Wärme fester Körper kann als konstant ange—
sehen werden. Auch bei Wasser ist ihre Zunahme mit der Tempe—
ratur sehr gering. Bei Gasen ist sie je nach der Temperatur ver—
schieden. Die spezifische Wärme von Gasen bei konstantem Druck
Etmosphärendruck) ist immer größer als bei konstantem Volumen,
da das Gas bei freier Ausdehnung äußeren Druck überwinden,
also Arbeit leisten muß und dazu Wärme verbraucht.
Die spezifische Wärme der Gase unter konstantein Druck (cy)
ist kalorimetrisch zu bestimmen; die spezifische Wärme bei kon—
stantem Volumen (co) nur sehr schwierig, leichter das Verhält—
nis 3 Im allgemeinen ist co — 1,99 kal.
Die Einheit für die folgenden spezifischen Wärmezahlen ist die⸗
jenige Wärmemenge, welche erforderlich ist, um die Temperatur von
Us Wasser um 10 (genau von 0 auf 19) zu erhöhen, also die
kleine Kalorie (kal, sFoben 8. 18). Man öezieht fie auf 1 g als
Gewichtseinheit. Wird sie auf das Gramm⸗Molekül (bzw. Gramm⸗
Atom) bezogen, so hat man die Molekularwärme (bzw. Atom⸗
wärme) des Körpers.