Die chemische Umsetzung.

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3. NHS. NOS- N? -0 4 2B2O. Diese Zersetzung erfolgt ex—
plosionsartig bei plötzlicher Erhitzung. Die Reattion entwickeit
- 30,7 Kal., ausgehend vom festen Salz, 4 35 Kal. (geschmol—⸗
zenes Salz).
4. Außerdem ist noch die Bildung von Stickstoff und Stickstoff⸗
oxyd zu beobachten.
—D—
bzw. — 13 Kal. für festes bzw. geschmolzenes Salz.
5. Serner hat man: 2NH* . NOoS-3N-NO 4B2O. HAuf
1 Mol. NH* · NO* bezogen, würde diese Reaktion 29,5 (sestes
Salz), bzw. 4 33,5 Kal. (geschm. Salz) entwickeln.
6. 83NH* . NOS— 2N2 N?OS- 6?O, wobei auf J Mol.
—-23,3 Kal. bzw. 427 Kal. kommen. Indessen ist zu berücksich⸗
tigen, daß NOs Galpetrigsäureanhydrid) nur in dissoziiertem
Zustande existiert.
7. ANHS. NOS2HBNOS 4N2 9HO. Diese Bildung von
Salpetersäure, Stickstoff und dampfförmigem Wasser kann 3. B.
unter dem Einfluß von Platinmohr eintreten. Die Zersetzung er⸗
gibt auf ein Mol. - 33,4 bzw. 37,5 Ral.
Die Moglichkeit einer Zersetzung in verschiedenem Sinne, je nach
der Schnelligkeit der Erhitzung und der Zersetzungstemperatur,
ist bei den Erplosivstoffen wie bei allen unter Entwicklung von
Wärme zersetzbaren Körpern vorhanden. Man muß aber dabei
zwischen Gemischen und molekular homogenen Vörpern unter⸗
scheiden. Bei letzteren (z. B. Schießwolle, Nitroglyzerin, Knall—
quecksilber) werden durch die ploötzliche Detonation in der ganzen
Masse dieselben Zersetzungen zu einfachen und stabilen Produkien
erfolgen.
Ein Vörpergemisch, wie das Schwarzpulver, ist aber niemals
so homogen, wie eine molekulare Verbindung. hier können die
örtlichen Bedingungen verschiedene Arten des Reaktionsverlaufes
hervorrufen, und die Reaktionsprodukte haben infolge der raschen
Abkühlung, die sie erfahren, nicht die Zeit, sich zu einem be—
stimmten, stets gleichen System umzusetzen. Dies erklärt, warum
verschiedene Forscher für die Zersetzung des Schwarzpulvers 3. B.
zu sehr verschiedenen Keaktionsgleichungen gelangt find.
Indessen darf man doch auch in diesen komplizierten Fällen a
priori eine Reaktionsgleichung aufstellen. Nach der Regel von
Mallard und Le Chatelier macht man die Berechnung so, daß
man den in einem Explosiostoff enthaltenen Sauerstoff zunächst