32 Sweites Kapitel: Theorie der Sprengstoffe.

mit dem Kohlenstoff zu Kohlenoxyd vereinigt und den alsdann
noch vorhandenen Sauerstoff zur einen Hälfte mit Kohlenoxyd zu
KRohlensäure, zur anderen Hälfte mit Wasserstoff zu Wasser verbindet.
Für die Zersetzung der 11fach nitrierten Schießbaumwolle würde
sich z. B. ergeben:
—DD
Im allgemeinen entspricht diese Art der Berechnung den Ana—
lysenergebnissen ganz gut. Huch die Wärmeentwickelung scheint mit
den aus der Zersetzungsgleichung zu berechnenden übereinzu—
stimmen.

5. Gasvolumen.

Aus der theoretisch oder aufgrund der Analysen der Erplosions—
gase aufgestellten Sersetzungsgleichung lassen sich nun mehrere
wichtige Folgerungen ziehen.
Außer der thermischen Wirkung zunächst die Kenntnis des Gas—
polumens der Explosionsgase oder Nachschwaden, reduziert auf
Do und 760 mm druck. Die in Gramm ausgedrückten Molekular—
gewichte der Gase nehmen bekanntlich bei 00 und 760 mim Druck
den Raum von 22,321 ein. Da der Ausdehnungskoeffizient aller
Gase 0, 003665 — d für 100 beträgt, so ist das Gasvolumen
des Gramm⸗-Moleküls bei t“, und wenn der Druck Z heist, in
Citern:

2282 (1 ahg) · Vseo

Die Zersetzungsgleichung des Nitroglyzerins
2CH (O·. NOMS -6C02 5—620 p3N? -0
z. B. besagt zunächst, daß 454 g Nitroglyzerin bei der Zersetzung
liefern: 264 g Kohlensäure, 90 g Wasser, 84 g Stickstoff, 16 g
Sauerstoff. Für das Volumen bei 760 mm und 150 (Gruben—
temperatur), ergibt sich nach:
2232 (14 8

Mol. COꝰ141,30 1 Kohlensäure,
20*117,75 1 Wasserdampf,
70668 1Stiastoff,
O* — 11,7751 Sauerstoff
341,475 1 Gas

auf 454g oder 7521 auf 1kKg.