Erplosionsdruck.

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Sprengstoff in einem bestimmten Raume explodiert, und weiter die
nacheinander auftretenden Druckgrößen, wenn das Volumen wäh—
rend der abnehmenden Spannung sich ändert, wie in dem Laufe
eines Geschützes.
Es sei vd das Volumen der von einem bestimmten Gewicht
(1000 8) Explosivstoff erzeugten Gase, reduziert auf 09 und
760 mm Druck,
vt das Volumen derselben Gasmenge bei der Erplosionstempe—
ratur t und 760 mm Druck,
vr der Raum, welcher die Gasmenge aufnimmt (die Raum—
einheit 1)).
Nach dem Gay-Lussacschen Gesetz verhalten sich bei konstantem
Druck die Gasvolumina direkt proportional den absoluten Tem—
peraturen
Fe —. wo also To — to - 2730; 7T Sti 4 2730
V.
Demnach ist: P se — A
— t4273)
273

Nach dem Mariotteschen Gesetz sind, bei konstanter Tem—
peratur, die Volumina umgekehrt proportional den Drucken:
Vo kr
V. —pp5

Der Druck po ist der atmosphärische Druck bei Ob, d h. 1.033 kg
auf 1 qem.
sei der gesuchte, von den Explosionsgasen (aus der Gewichtseinheit
 1000 g Sprengstoff) bei der Explosionstemperatur t in
der RKaumeinheit (1) hervorgebrachte Druck.
v —
Dann ist: ; also * p 1.033. vt und nach Ein⸗
0 1 1
setzen des für vr gefolgerten Wertes: — 2——— aus⸗
gedrückt in kg pro qem.
Bei diesen Berechnungen wird vorausgesetzt, daß die Gase den
Gesetzen der Ausdehnung durch die Wärme und der Volumen—
änderung durch Druckänderung gehorchen. Diese als Gay-Cussac's
und Mariotte's GBonyle's) bekannten Gesetze sind zutreffend für
Druckgrößen von etwa Atmosphärendruck und Temperaturen nicht