Gasdruck.

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Bei dem Apparat von Meudon beobachtet man die Verschie—
bung einer zylindrischen Bleimasse, welche durch die Explosions—
gase in einen konischen enger werdenden Kanal getrieben wird.
Das Feder-Dynamometer von Le Boulengé und die mano—
metrischen Wagen von Deprez und Sébert Elccéélrographe)
beruhen auf der Verwendung eines Gegendruckes. Verschiedene
hierher gehörige Apparate sind in dem Werke von Guttmann,
Die Industrie der Explosivstoffe, Braunschweig 1895, beschrieben.
Ein sehr beliebter Druckmesser
ist der Stauchapparat (Crusher
gauge) des englischen Kapitäns
Noble (1868), der in etwas
abgeänderter Form von Berthe⸗
lot und Vieille sowie von
Sarrau und Vieille zu Druck
bestimmungen benutzt worden ist.
Man mißt dabei die Stauchung
eines kleinen UKupferzylinders,
der zwischen einem festen Amboß
und dem Ropf eines VKolbens
angebracht ist, auf dessen Basis
von bekannter Fläche die Ex—
plosionsgase wirken. In dem
stählernen hohlzylinder A befindet
sich die Sprengladung, welche frei—
hängend angeordnet ist, so daß
sie nicht in Berührung mit der
Metallwand kommt, und welche
auf elektrischem Wege durch die Leitungsdrähte bb zur Erplosion
gebracht wird. Die Gase wirken auf die Kolbenfläche des Stahl—
zylinders à von bekannter Größe, der verschiebbar mit geringer
Reibung in einer entsprechenden Bohrung des unteren Kopf—
stückes B angeordnet ist. Zwischen den Stahlzylinder à und den
Verschlußpfropfen d ist der Zylinder r aus Kupfer von 8 mm
Durchmesser und 13 mmn Höhe gesetzt, der unter dem Drucke des
Stahlzylinders a zusammengequetscht wird. Die für die Stauchung
erforderliche Kraft der drückenden Gase wird dadurch bestimmt,
daß ein gleichgroßer Kupferzylinder in einer Quetschmaschine auf
den gleichen Grad der Stauchung zusammengepreßt wird. Die
Verschlußstücke, die durch Kupferringe gegen den Stahlzylinder

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