Trauzl'scher Bleizylinder.

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geführt und sanft angedrückt, während die Zünddrähte in der
Mitte des Bohrlochs gehalten werden. Zum Besatz dient trockner
Quarzsand, welcher durch ein Sieb von 0,35 mmn Drahtstärke
und 144 Maschen pro Quadratzentimeter durchläuft. Diesen Sand
läßt man gleichmäßig einlaufen, bis der hohlraum vollständig
gefüllt ist, und streicht den etwaigen Sandüberschuß von der Ober⸗
fläche ab. Der so fertig vorbereitete Schuß wird elektrisch abgetan.
Nach dem Abfeuern des Schusses wird der Bleiblock umgestülpt,
und mit einer Bürste werden etwaige Rückstände entfernt. Die
danach bis zur vollkommenen Füllung von dem entstandenen
ausgebauchten hohlraum aufgenommene Anzahl Kubikzentimeter
Wasser nach Abzug der Ausbohrung des S5nlinders ergibt das
Maß für die Wirkung des Sprengstoffs.

Fig. 3.

Die vorstehenden Lichtbilder zeigen durchschnittene Bleizylinder,
bon welchen zwei zu dieser Probe gedient haben (Fig. 3).
Die Ergebnisse sind um so zuverlässiger, je größer die Brisanz
der Sprengstoffe ist, je weniger Zeit den Explosionsgasen zu un—
beabsichtigten Nebenwirkungen, wie Erwärmung oder Schmelzung
der Bleimasse, Entweichen durch den Besatzkanal u. dgl. bleibt.
Sprengstoffe mit langsamer Detonation, wie Schwarzpulver,
bringen nur eine unbedeutende Wirkung hervor, da die langsam
entwickellen Gase aus dem Bohrloche entweichen können.
l0. Ladedichte.
Der Gasdruck der Explosionsgase hängt nicht allein von dem
Gasvolumen und der Temperatur ab, sondern auch von dem Ver—⸗
hältnis des Gewichts des Sprengstoffs zu dem Raum, in welchem
die Explosion erfolgt.