Schwefel. Holzkohle.

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Wesentlich ist die Temperatur und Dauer der Verkohlung. Für
gewöhnliches Schwarzpulver verkohlt man bei 3000 bis 4000
und gewinnt dann eine tiefschwarze Kohle, die sich leicht zerkleinern
läßt. Man verkohlt aber auch schon bei 2700 bis 30009 und er—
hält dann die braunrote sog. Kotkohle, welche von niedrigerem
spezifischen Gewicht und leicht entzündlich ist, deshalb besonders
zur herstellung von Jagdpulver benutzt wird. Zu dem braunen
prismatischen Geschützpulver verwendet man Kotkohle, welche
häufig aus Stroh hergestellt wird.
Hus den angegebenen Temperaturen ergibt sich schon, daß die
Rohle niemals reiner Kohlenstoff ist. Nach Violette zeigt eine
für Militärpulver geeignete, sehr schwarze Kohle, die bei 3500
gewonnen wird, ein spezifisches Gewicht von 1,50, Entzündungs-⸗
temperatur von 3706, besteht aus 76,6 Proz. Kohlenstoff, 4,1 Wasser⸗
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teilen; die Ausbeute aus bei 1500 getrocknetem holz beträgt
29,66 Proz. Man spricht von 255, 302, 70 prozentiger Kohle, je nach⸗
dem aus 100 Teilen holz 25, 30, 70 Proz. Kohle gewonnen werden.
Die Verkohlung erfolgt in eisernen Zylindern, feststehenden oder
rotierenden, entweder durch direkte Feuerung oder durch über—
hitzten Wasserdampf. Letzteren verwendet man besonders für Rot—
kohle, bis 70 prozentige, die für das braune prismatische Pulver
benutzt wird.
Violette hat zur Verkohlung mit überhitztem Wasserdampf eine
Vorrichtung (Fig. 4) angegeben, die im wesentlichen aus zwei in einem
Ofen angeordneten, konzentrischen Eisenblechzylindern H und Ksbe—⸗
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löcherten Zylinder befindliche Holz auf. Unter den Sylindern liegt
das spiralig gewundene Überhitzungsrohr C, welches mit einem
Dampfkessel in Verbindung steht. Durch Einfügung eines ge—
schlossenen Zylinders E zwischen die Windungen des Schlangenrohres
in die Achse desselben werden die Feuergase gezwungen, die Rohr⸗
windungen zu bespülen. Sie treten dann in die Esse G. Der im
Schlangenrohr überhitzte Dampf gelangt hinten in den Zwischen⸗
raum zwischen beiden Zylindern, zieht nach dem vorderen, der
Ofentür zugewandten Ende und tritt hier in den innern, etwa
30 kg Saulbaumholz enthaltenden Zylinder, und wird von hier,
mit den Destillationsprodukten des holzes beladen, durch ein Rohr L,
welches die Ofenwand durchbricht, in das Freie oder zu einer
Kondensationsvorrichtung geleitet.