Sprengpulver.

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wie Bergwerken, gesundheitschädlich wirken. Nach jeder Sprengung
ist daher für gehörige Ventilation der Grube zu sorgen.

2. schwarzpulverähnliche Erplosivmischungen.
Chloratsprengstoffe.

Man hat versucht, den Schwefelgehalt des Schwarzpulvers zu
verringern oder ganz zu beseitigen. Je mehr Schwefel das Pulver
enthält, um so dichter, zäher und dauernder ist der Pulverrauch.
Die Wärmeentwicklung und damit die Arbeitsleistung ist größer,
wenn kein Schwefel, sondern nur Kohle als brennbarer Stoff vor⸗
handen ist, eine aus den thermochemischen Daten sich leicht er—
gebende Tatsache. Diesen Vorteilen steht aber der überwiegende
Nachteil gegenüber, daß ein solches Pulver zu schwer entzündlich
und zu langsam verbrennend ist.
Es liegt ferner nahe, den Kalisalpeter durch andere Sauerstoff⸗
träger zu ersetzen. Der Natronsalpeter (Chilesalpeter) ist billiger als
der Kalisalpeter und hat den Vorteil, daß er, da das Atomgewicht
des Natriums (23) geringer als das des Kaliums (39) ist, in der
gleichen Gewichtsmenge mehr Sauerstoff, also mehr Kraftmittel
enthält als der Kalisalpeter. Allein Natronsalpeter ist sehr hy⸗
groskopisch, und die von ihm aus der Luft aufgenommene Feuch⸗
tigkeit bereitet der längeren Aufbewahrung die größten Schwie⸗
rigkeiten. Unter Umständen ist indessen ein Natronsalpeter ent⸗
haltender Sprengstoff ganz brauchbar, 3. B. als Sprengmittel in
Steinsalzbergwerken, wo stets trockene Luft vorhanden ist. Auch hat
man mit Erfolg versucht, durch ein geschmolzenes Bindemittel die
Natronsalpeterteilchen von der Luft abzuschließen. Man kann
ein solches Sprengpulver gefahrlos bis zum Schmelzen des Schwe⸗
fels erhitzen und erhält dann durch Pressen ein Produkt, welches
gegen Feuchtigkeit nur wenig empfinolich ist.
Die Hygroskopizität ist auch das stärkste hindernis für die Ver—⸗
wendung des Amoniaksalpeters. Das Ammoniumnitrat ist von
vornherein besonders geeignet als Sprengstoff-Bestandteil, da es
bei seiner Zersetzung im Gegensatz zu Kali- und Natronsalpeter
nur gasförmige Körper liefert. Es zerfällt beim Erhitzen haupt⸗
sächlich in Wasser und Stickftofforydul: NINOs—-No4 2B0.
Die Rauchentwicklung ist infolgedessen eine geringe. Man hat
in neuerer Seit mit Erfolg versucht, die schädliche Wasseranzieh—
ung des Ammonitrats zu paralysieren. Man kann allerdings