Dinitro⸗ und Mononitroglyzerin. 77

dies geht fort durch Trocknen an der Luft oder über Schwefel—
säure bei 400. Wasserfrei ist (K) ein Ol, das bei — 400 fest wird
und das spez. Gew. 1,47 (159 hat.
Das flüssige Dinitroglyzerin (F) verliert, wie (K), beim Trocknen
im Exsikkator etwa 3 Proz. Wasser und hat dann ölige Ronsistenz.
Wie das Trinitroglyzerin ist das Dinitroglyzerin in seinen bei—
den Formen sehr empfindlich gegen Stoß und Schlag, besonders
wenn es wasserfrei ist. Fallhammerversuche, bei denen das Fall—
gewicht 2 kg betrug, ergaben das folgende.
Trinitroglyzerin detonierte bei 4 em FSallhöhe
Dinitroglyzerin (K) trocken F 7210 F
Dinitroglyzerinhydrat () „90-100
Dinitroglyzerin (P) trocken 4— 10 ,
Dinitroglyzerinhydrat (F) 40. *

14

fuch Mononitroglyzerin ist von Mikolajczak, sowie von Will
dargestellt worden. Letzterer hat auch diesen Stoff in den beiden
theoretisch möglichen Modifikationen erhalten, indem die Mutter—
laugen von der Gewinnung des Dinitroglyzerins in ähnlicher Weise
wie dort mit Kristallen geimpft wurden, die durch Versetzen eines
Teiles mit Kieselgur und Einwirkung von Rälte erhalten worden
waren.
Das o-Mononitroglyzerin

-0. No⸗
c —
20

schmilzt bei 580. Es entsteht auch aus dem Mononitroglyzid
CH. ONO?

ch
229

cu

welcher Körper durch Behandlung eines Dinitroglyzerins mit Alkali
erhalten wird.
Die Mutterlauge von der Kristallisation des as liefert das ß—
Mononitroglyzerin
CH· OH
CH . ONOs

Cpe. op