Erplosionsflamme.

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diumasbest zu entfernen ist). An der oberen Seite der Kammer
ist eine Mahlvorrichtung angebracht, durch welche RKohlenstaub in
die Kammer hineinbefördert werden kann.
Vvor der Kammer befindet sich in dem Mauerabschluß ein Stahl⸗
mörser (von 500 mm Durchmesser), aus welchem die CLadung in
das Schlagwetter⸗ und Kohlenstaubgemisch abgefeuert wird. Die
Sprengstoffpatronen haben den Durchmesser von 35 mm, das
Bohrloch des Mörsers hat eine Weite von 55 mm, eine Tiefe von
500 bis 600 mm. Die Patronen werden lose in das Bohrloch
zeladen, die oberste hat die zündende Sprengkapsel. Man beginnt
die Schießversuche mit einer mittelstarken Ladung von etwa 300 g.
Erfolgt keine Zündung des Schlagwettergemisches, so wird die
Cadungsmenge um 508 erhöht, bis Zündung eintritt, anderen⸗
falls wird sie ebenso vermindert, bis keine Zündung stattfindet.
die Sicherheit wird durch diejenige höchste Cadungsmenge aus⸗
gedrückt, bei welcher der Sprengfstoff unter fünf Schüssen keine
crplosion bewirkt. Die Ladung wird ohne Besatz abgefeuert.
Dieser Umstand ist eine erschwerende Bedingung, da in der Grube
mmer ein Besatz auf die Ladung kommt. Dagegen kommt in
Betracht, daß die Wände des Stahlmörsers Wärme absorbieren,
und das Mörserbohrloch weiter ist als das Bohrloch in der Grube.
Bei Sprengstoffen von hoher Sicherheit würde ein Besatz die
Zündung des Schlagwettergemisches überhaupt unmöglich machen
ind damit den Zweck der Vergleichsversuche — und nur um solche
handelt es sich — vereiteln.
Häufig sind an den Versuchsstrecken noch weitere Kohlenstaub⸗
aufwirbelungsvorrichtungen sowie Fenster in Zwischenräumen an⸗
gebracht, um den Beginn und das Ende der Flammenerscheinung
hdeobachten zu können.
Eine andere Methode zur Abschätzung der Sicherheit von Spreng⸗
stoffen ist die photographische Aufnahme der Explosionsflamme.
Nach dem Vorgange von Siersch) wird dies bequeme Verfahren
vielsach ausgeübt. Man läßt im Dunkeln vor dem geöffneten
Objektiv des photographischen Apparats die Explosion erfolgen,
indem die Patrone frei in der Luft hängt oder auf einer Unter⸗
lage liegt oder im Bohrloch ohne Besatz detoniert. Die Größe
und Form der Flamme ist ein Maßstab für die Schlagwetter⸗
sicherheit.

1P Osterr. 3. f. Berge und hüttenwesen 1896,

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