108 Drittes Kapitel: Technologie der einzelnen Sprengstoffe.
v0*7631 A266 900 mkg
18450 136115kg
2 2 628 Kal. 0,7631
L1,15

Ganz ähnlich ist der Wittenberger Wetterdynamit der
Westf.Anh. Sprengst.Akt.-Ges. bestehend aus 25Proz. Nitroglyzerin,
34 Kalisalpeter, 1 Barntsalpeter, 38,5 Roggenmehl, 1 Holzmehl,
O,5 Natriumkarbonat. Der Versuch auf Wettersicherheit hat er—
geben, daß 1200 g des Sprengstoffs Kohlenstaub und Schlag—
wetter noch nicht entzünden.
Nach dem Karbonit-Cypus wird in den verschiedenen Ländern
eine überaus große Anzahl von Sicherheitssprengstoffen hergestellt,
bei welchen meistens holzmehl an Stelle von Roggenmehl ver—
wendet wird.
Karbonite, in welchen das flüssige Nitroglyzerin durch gelati—
niertes Sprengöl ersetzt ist, nennt man Gelatinekarbonite
oder wettersichere Gelatinedynamite. Das englischephönix—
Pulver z. B. besteht aus 28 Proz. Nitroglyzerin, I Nitrozellulose,
34 Ralisalpeter, 37 holzmehl.
Die Brisanz dieser Sprengstoffe wird erhöht, wenn man statt
Hali⸗MNatron⸗)salpeter Ammonnitrat verwendet. Zu diesen in
Deutschland viel hergestellten und gebrauchten wettersicheren
Ammongelatinedynamiten gehören z. B. zwei Sprengftoffe
der WestfAnh. Sprengst.Akt-Ges. von folgender Zusammen—
setzung:

Belatin. Nitroglyzerin .......
Ammonnitrat...... . .......
Maliumnitrat .. . . . . . . . ....
Stearinsaure Tonerde.. . . . . ..
Koggenmehl . . . . . . . . . . . . ....
olmehs deh
Flüfs. Paraffin .... . ....

Wettersicheres
Hel. Dynamitl

11
Pro⸗

1258
108
2 7
3.,5,

Wettersicheres
Gel. Dynamit II

30 Proz.
2
2
27

Von Nr.I geben 400 8, von Ur. Il 500 g noch keine Zündung
in Kohlenstaub und 9—proz. Schlagwetter. Die Brisanz ist bei
Nr. J etwas stärker als bei Ur. II (290 bzw. 240 cbhem Husbauchung
 im Trauzl⸗Zylinder).