nach Norden und Westen keine genaue Bestimmung erfahren
 können, sind sie nach Süden und Osten durch
das Zutagetreten der Kohlenflötze und der damit zusammenhängenden
 Grenze des Kohlensandsteins ‚genauer
bestimmt und decken sich mit einer Linie, die von Horath
über Wetter nach Schwerte streicht, Auch die Grenze
des produktiven Bezirks ist hierdurch festgelegt. Im
Uehrigen wird dagegen die Grenze des produktiven
Karbons heute bestimmt durch eine Verbindungslinie
Schwerte— Unna—Hamm-—Lünen-—Sinsen—Gladbeck und
Alsum, doch wird dieselbe, wie hier nochmals betont
werden soll, durch das Niederbringen von Schächten,
besonders in den durch den preußichen Fiskus angekauften
 Grubenfeldern ständig nach Norden und Westen
hinaus geschoben; ebenso auf dem linken Rheinufer,
wo mehrere Schächte schon bestehen und eine Anzahl
im Abteufen beegrilfen ist.

Vor etwa 50 Jahren noch war der Hauptbezirk des
Kohlenabbaues an der Ruhr selbst zu suchen; es war
keine Seltenheit, daß auf der damals noch schiffbaren
Kuhr an einem Tage 50 Kohlenschiffe flußabwärts fuhren.
Noch 1860 betrug die Verschiffungsziffer 862000 Tonnen
oder etwa !/, der damaligen Gesamtförderung im Reviere.
Kine große Anzahl Zechen, die früher als bedeutend
gelten konnten, existieren jetzt nur mehr dem Namen nach
oder haben doch nur untergeordnete Bedeutung. Veranlaßt
 ist das teilweise durch unrationellen Betrieb, durch
nicht lohnenden Abbau wegen geringer Stärke der Flötze
oder gar vollständige Erschöpfung derselben und durch
bedeutende Wasserzuflüsse. Von Zechen auf dem linken
Ruhrufer sind nur noch als bedeutendere Pörtingsiepen,
Richrath und Pauline zu erwähnen.
Auch am rechten Ufer der unteren Ruhr, in unmittelbarer
 Nähe derselben, sind nur noch Langenbrahm,
Ludwig, Deimelsberg und Eiberg von Bedeutung, Der
Hauptbergbau hat sich von der Ruhr weggezogen, und
die Stätten des intensiveren Betriebes sind im Fluß-