„ebiete der Emscher zu suchen, und zwar auf einer
Fläche von rund 800 Quadratkilometern.
‚Um den riesenhaften Aufschwung der Kohlenindustrie
des Ruhrreviers zu kennzeichnen, sei erwähnt, daß die
Gesamtförderung betrug: ;
im ‚Jahre 1763 . 41900 Tonnen,
ein Jahrhundert später,
4366 000
16 408 006
28 000 000
65 000 000
Die Gesamtbeteiligung der im rheinisch-westfälischen
Kohlensyndikat vereinigten Zechen beträgt dagegen rund
73 000 000 Tonnen, und Fachleute schätzen die Förderfähigkeit
 dieser Zechen auf 100000 000 Tonnen. Durch
Abteufung weiterer Schächte in „unverritzten“ oder nur
wenig abgebauten Grubenfeldern könnte diese Zahl noch
bedeutend gesteigert werden, vorausgesetzt, daß der Absatz
 auf dem Weltmarkte bei besseren Preisen, als wie
sie in den letzten Jahren erzielt wurden, auch einer
weiteren Steigerung fähig ist. Das Kohlensyndikat sucht
aber die Anlagen neuer Gruben nach Möglichkeit zu
verhindern, um Förderfähigkeit und Absatz im Einklang
zu halten. Welch enorme Kapitalien der Kohlenbergbau
auf dem Gebiete festgelegt hat, zeigt am besten der
Umstand, daß der Wert der im Jahre 1903 abgesetzten
Kohlen — also nicht der Gesamtförderung — 520 000 000 Mk.
betrug.
. Ein Versiegen der Kohlenquellen ist glücklicher
Weise in den nächsten Jahrhunderten auf Grund der
gemachten Aufschlüsse und danach aufgestellten Berechnungen
 nicht anzunehmen.
Veranlaßt durch den Kohlenreichtum der Gegend,
durch die Nähe der großen Wasserwege des Rheins und
der Nordsee und die den Bezirk durchschneidenden
zahllosen Eisenbahnen ist eine Eisenindustrie entstanden,
die durch gewaltigen Umfang ihresgleichen in der Welt
gucht. Roheisen und seine fertigen Fabrikate haben im

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