wirtschaftlicher, nur unterbrochen durch kleinere Zechen
und Hüttenwerke, Von genanntem Jahre ab entwickelte
sich die Industrie mit großer Schnelligkeit und heuie isi
im Bezirk, besonders in der Nähe der großen Städte,
von landwirtschaftlichen Betrieben kaum mehr zu sprechen.
Wüßte. ich doch kaum einen Grundbesitzer, dem nicht
für Aufteilung seines Grundstückes zu Bauzwecken
seitens der Spekulanten oder auch von Berg- und Hüttenindustriellen
 für Errichtung gewerblicher Anlagen die
verlockendsten Angebote gemacht worden wären. Es
sind wenige, die der an sie herantretenden Versuchung
widerstehen. Der Grund und Boden hat bei der gewaltigen
 Entwickelung der gewerblichen Anlagen, dem durch
den enormen Bevölkerungszuwachs notwendigen Bau
von Wohnhäusern eine ungeheuere Wertsteigerung
erfahren, wodurch Preise erzielt werden, die es ermöglichen,
 für kleine Besitzungen des Kohlenbezirkes, in rein
landwirtschaftlichen Gegenden ein herrschaftliches Gut
zu erwerben. Ich spreche hier von Ländereien, die nicht
in den Stadtgrenzen selbst liegen, Hier haben die
Grundstücke noch eine bedeutend höhere Wertsteigerung
erfahren. In der Stadt Essen gibt es z. B. Straßen, deren
anliegende Grundstücke für geschäftliche Zwecke einen
Wert von 1000 Mark pro Quadratmeter und für bevorzugte
 Plätze noch bedeutend mehr repräsentieren. In
ähnlicher Weise liegen die Verhältnisse in Dortmund;
aber auch Städte wie Bochum, Gelsenkirchen u. a. weisen
äußerst hohe Werte für günstig gelegene Grundstücke
auf. Nach einem in meinem Besitz befindlichen, von
mehreren Landmessern und Ingenieuren herstammenden
Aktenmaterial, das etwa 15000 Nummern umfaßt und bis
zum Jahre 1820 zurückreicht, gewinne ich auch Anhalt
für Steigerung der Bodenwerte im Kohlenbezirk. So
betrug z. B. der Preis für die alte Post in Essen, Burgstrasse,
 im Jahre 1855 160 000 Mark, und das Grundstück
war für die damaligen Verhältnisse zu teuer bezahlt.
Nach Abtrennung von zwei Dritteln der Gesamtfläche ist
das Restdrittel mit dem aufstehenden, durchaus nicht