wertvollen Gebäude auf eine Million Mark seitens der
Stadtverwaltung eingeschätzt und, wohlgemerkt, die Stadt
ist selbst Besitzerin. Im Jahre 1851 kaufte Fried. Krupp
zur Erweiterung seiner Fabrik, die damals noch abseits
von Essen im freien Felde lag, ein Grundstück für den
Preis von 220 Talern pro Morgen gleich 25,53 Ar. Ich
schätze auf Grund meiner langjährigen "Tätigkeit im
Kohlenbezirke Grundstücke in ähnlicher Lage gut auf den
fünfzigfachen Wert.
Im Laufe der letzten fünfzehn Jahre sind für eine
Anzahl rheinischer Städte — ich nenne Barmen, Elberfeld,
 Düsseldorf — Krisen in der Bautätigkeit eingetreten,
die: zu einer Entwertung der Baugrundstücke geführt
haben; im Kohlenbezirke ist eine solche nicht eingetreten.
 Die Grundstückspreise haben sich zur Zeit des
wirtschaftlichen Niederganges auf der Höhe wie in den
Jahren der Hochkonjunktur gehalten, ein Zeichen, daß
Industrie und Gewerbe und die Bevölkerungszunahme
den Grunderwerb für Neubauten zu hohen Preisen bedingen.


Ich möchte noch die Steuerkraft des Kohlenreviers
erwähnen. Am besten eignet sich zum Vergleich die
Einkommensteuer. Von Interesse ist es, daß der rheinischwestfälische
 Kohlenbezirk im Gebiete der Emscher, also
auf 800 Quadratkilometer, soviel staatliche Steuer aufbringt,
 wie Ostpreußen, Westpreußen und Posen zusammen,
 d. h. pro Quadratkilometer entiallen auf das
Emschergebiet 1500 Mark, wobei ich selbstverständlich
die rein landwirtschaftlichen Verhältnisse der Ostprovinzen
 vollauf würdigen und weitere Schlüsse nicht
ableiten will.

Nach vorstehenden kurzen Ausführungen, die aber
bei näherm Eingehen auf die Verhältnisse des Reviers
zu einem Buche auswachsen würden, sollte man annehmen,
 daß der Kohlenbezirk zu den gesegnetsten Bezirken
 unseres deutschen Landes gehörte, wo er eigentlich
 allen etwas bringt, dem Kapitalisten Gelegenheit für