Anlage seines Kapitals und gute Zinsen, dem Industriellern
Unternehmergewinn, dem Arbeitnehmer reichlichen Lohn,
dem Landwirt nutzbringende Verwertung seiner Produkte
oder gar überreiche Bezahlung seines Grundes und
Bodens. Doch wo viel Licht ist, ist auch viel Schatten.
Die sozialen Gefahren, welche die aus den verschiedensten
 Elementen zusammengesetzte Bevölkerung
in sich birgt, lasse ich dabei außer acht. Der Fremde,
der zum ersten Male die „Kohlengegend“ bereist, gewinnt
 die mannigfachsten Eindrücke. Diese ewig rauchenden
 Schlote der großen Fabriketablissements der Eisenindustrie,
 der gewaltigen Schachtanlagen, der Fabriken
zur Gewinnung der Nebenprodukte der Kohlen verbreiten
 über die ganze Gegend einen Schleier, der die
in geringer Entfernung liegenden Ortschaften oft
nicht erkennen läßt. Den Namen Kleinamerika verdient
 der Bezirk mit Recht. Ein aufmerksamer Beobachter,
 der länger verweilt, wird außer dem schon erwähnten
 Uebel, das an den berüchtigten Londoner Nebel
erinnert, noch andere Mißstände bemerken. Er entdeckt
hier und da in bevölkerter Gegend Moraste, kleine Seen
und ödliegende Ländereien, die im Mißverhältnis zu den
vorher erwähnten Grundstückspreisen und der Bautätigkeit
 stehen: er bemerkt Erdspalten im Boden, Risse
in Gebäuden, die ihm dadurch als baufällig erscheinen
und es in Wirklichkeit auch sind; er beobachtet auf den
kreuz und quer schneidenden Eisenbahnen merkwürdige
Ausbiegungen und unnatürliches Gefälle; er benutzt die
fast von Dorf zu Dorf fahrende Straßenbahn und bedauert
 die anscheinend schlechte Bauart, und kommt er
gar mit Ackerbesitzern zusammen, so beklagt sich einer
bald über Steigen des Grundwassers in seinen sonst
so trockenen Grundstücken oder gar ein anderer über
Wassermangel in seinem früher vollauf für alle Bedürfnisse
 reichenden Brunnen. Damit ist die Liste aller
Klagen noch nicht erschöpft. Nur einige besondere will
ich noch anführen: Verpesten der Umgebung durch den
vorbeifließenden Bach, Ungenießbarkeit des Wassers,