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selben Jahre entstand ganz in der Nähe — vor dem Hause
Märkischestrasse Nr. 10 — an der Stelle, die nach dem
Projekt für das Stationsgebäude bestimmt war, ein Tagesbruch,
 d. h. eine trichterförmige Vertiefung, die von
unweit der Erdoberfläche befindlichen Hohlräumen ausgehend,
 sich bis zu Tage fortpflanzte. Bemerkenswert
ist, daß die beiden Fälle Anlaß gaben, den Platz für das
Stationsgebäude zu verlegen, und daß die Zeche Vereinigte
 Hoffnung in beiden Fällen die Zuschüttung der
klaffenden Trichter veranlaßte, ein Beweis auch, daß der
Bergbau die Schuld an den Erscheinungen trug. Die
Tagesbrüche wiederholten sich nun in der Nähe der vorher
erwähnten Stellen häufiger, und noch bei der Leichenfeier
 von F. A. Krupp entstand, etwa 100 Meter von dem
Hause Märkischestraße Nr. 10 entfernt, in der Nacht
zum 26. November 1902 ein Tagesbruch mitten in der
Straße, die acht Stunden später der Kaiser an der Spitze
des Trauergefolges passierte.
Diese Tagesbrüche kommen nun häufiger vor. Im
Jahre 1863 wurden sie zum ersten Male Gegenstand
einer gerichtlichen Verhandlung in einem mehrjährigen
Prozesse eines Oekonomen gegen die Zeche Königin
Elisabeth in Frillendorf. Hier taten beim Bepflügen einer
Ackerfläche sich Trichter auf, ja eines Tages versank
sogar in einem derselben das Gespann des Pflügers.
Häufig wurden dann später Tagesbrüche auf den in der
Nähe der Ruhr liegenden Zechen bemerkt, wo der Bergbau
 in geringer Teufe umgeht oder gar die Flötze zu
Tage treten. Steiles Abfallen aber und glattes Nebengestein,
 wie es bei Königin Elisabeth vorhanden, bewirken
 besonders Tagesbrüche, die bei einer Tiefe des
Kohlengebirges von über 60 Meter schon selten sind.
Diese Art der Schäden sind jedoch keineswegs zu den
größeren Gefahren des Bergbaues zu rechnen, vielmehr
sind das die eigentlichen Bodensenkungen.
Im Jahre 1863 machte die rheinische Eisenbahngesellschaft
 den Versuch, mit ihren Bahnlinien in das
westfälische Kohlenrevier vorzudringen und erwarb zu