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dem Zwecke die Privatbahn der Zeche Zentrum, um
auf diese Weise eine Verbindung der Strecke Osterath-Essen
 mit der Zeche Holland zu schaffen. Sie gelangte
so bis Wattenscheid und suchte Verbindung mit Essen.
Die Vorarbeiten zu diesem Anschlusse bedingten genaue
Höhenaufnahmen, die aber, obwohl von tüchtigen Beamten
ausgeführt, schlechte Uebereinstimmung der verschiedenen
Messungen ergaben. Da durch erneutes Nivellement
ein Fehler nicht nachgewiesen werden konnte, wurde die
Vermutung laut, daß der Ausgangspunkt in Essen, der
heute noch vorhanden ist (Bolzen am Hause der Waldthausenschen
 Besitzung am Viehoferplatz), sich gesenkt
haben könnte, und weitere Höhenaufnahmen ergaben diese
Tatsache, Dies war ungefähr im Jahre 1863. Wie mir
der verstorbene Obergeometer Steuer mündlich mitteilte,
tauchte damals auch die Bezeichnung „Bodensenkung“
als spezieller Ausdruck für die durch den Bergbau veranlaßten
 Senkungen der Erdoberfläche auf. Unter dem
Geheimen Regierungsrat Grünhagen fanden ferner im
Jahre 1867 die Vorarbeiten zum Bau der Strecke Heissen-Steele
 statt. Hier ergaben die Höhenmessungen im Ge
biete der Zeche Hammelsbeck bei Heissen, jetzt vereinigt
mit der Grube Rosenblumendelle, eine Differenz von etwa
2_3 Dezimetern innerhalb eines halben Jahres. Auch
hier glaubte man an ein Versehen seitens der ausführenden
 Techniker. Die wiederholten Revisionen hatten
jedoch zum Ergebnis die Senkung gewisser Strecken der
Bahnlinie um obige Höhen. Zu derselben Zeit zeigten
auch die Mauerwerke der Brücken der Bahnstrecke
Karolinenglück bei Wattenscheid Risse, die nach zum
erstenmale erfolgter Aussage von Bergsachverständigen
dem Einflusse des Bergbaues zuzuschreiben waren.
Gleichzeitig mit diesen Ergebnissen ereignete sich wiederum
 in Essen ein weiterer Fall, der die Aufmerksamkeit
der bergmännischen Sachverständigen in den in- und
ausländischen Kohlenbezirken erregte, und der meistens
als erstes Vorkommen von Bodensenkungen in Rheinland
und Westfalen geschildert wurde.