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Schneller als vorauszusehen, haben im nördlichen westfälischen
 Kohlenrevier Senkungen stattgefunden; die erst
durch Abbauen in über 700 Meter Teufe, wie bei Bruch-Recklinghausen,
 veranlaßt wurden und trotz der großen
Tiefe auf der Erdoberfläche eine Senkung verursacht,
die etwa 80%, der Stärke der abgebauten Flötze entsprach,
 ein Zeichen, daß das Hangende fast unvermindert
 zu Bruche gegangen war, während durchschnittlich
 die Höhe der Senkung im hiesigen Bezirke sich zur
Stärke des abgebauten Flötzes verhält wie 2:3, d. h.
wenn kein Bergeversatz angewendet worden ist.
Ich muß hierbei die verschiedenen Arten des Abbaues
 erwähnen, die sich speziell herausgebildet haben
um die Senkungen zu vermindern. Während man in
frühern Jahren Raubbau betrieb und ohne jegliche Vorsichtsmaßregeln
 vorging, nur hier und da Sicherheitspfeiler
 anordnete, und das abgebaute Flötz sich selbst
überließ, sodaß also jederzeit das Gebirge nachbrechen
konnte, wendete man später den Pfeilerbau mit Bergeversatz
 an, d. h. man brachte in die Hohlräume Gesteinsmassen,
 die nun mehr oder minder die entstandenen
Klüfte ausfüllten. Teilweise hat dieser Abbau seinen
Zweck erfüllt, derart, daß er die Zahl der Tagesbrüche
im Vergleich zum Pfeilerbau ohne Bergeversatz verminderte.
 Dies war einmal bei steilem Einfallen des
Gebirges und geringer Teufe unvermeidlich, und Fälle,
wie im Grubenfeld der Zeche Fröhliche Morgensonne
bei Wattenscheid; wo infolge Einbrechens der Schichten
ohne vorhergegangenen Bergeversatz Tagesbrüche bis
zu 25 Ar Größe und beträchtlicher Tiefe. entstanden,
sind nicht selten. Die Sicherheitspfeiler, die früher als
Grenze zwischen zwei Bergwerksbetrieben stehen bleiben
mußten, können genau so schädliche Wirkungen ausüben.
 Hiervon überzeugt, erteilt die Bergbehörde zum
Abbau derselben stets die Genehmigung, falls es nicht
besondere Interessen verbieten, z. B. wo sie als Damm
gegen das Einbrechen der Grubengewässer in andere
Zechen dienen können und dieselben somit vor dem