Versaufen schützen. Die Sicherheitspfeiler rutschen besonders
 bei steiler Lagerung des Gebirges häufiger in
den entstandenen Hohlraum ein und verursachten durch
Nachbrechen des Hangenden die Tagesbrüche. Auch da,
wo der Sicherheitspfeiler durch günstiges Einfallen des
Gebirges nicht in die Hohlräume eingestürzt ist, läßt
sich, wenn beiderseits der Markscheide Abbau betrieben
ist, häufiger die Lage derselben durch eine sichtbare
Erhöhung feststellen, auch werden sich dort am häufigsten
Erdrisse vorfinden. Andere Abbaumethoden sind die
des Strebbaues mit teilweisen und des Stoßbaues mit
vollständigem Bergeversatz. Eine Erklärung an dieser
Stelle zu geben, dürfte zu weit führen; jedenfalls ist die
Methode des Stoßbaues mit Bergeversatz die auf den
Zechen des Ruhrkohlenbezirks am meisten angewandte.
Daß der Bergeversatz aus allen möglichen Gesteinsarten
der Grube selbst besteht, ist wohl selbstverständlich.
Eine besondere Methode des Versatzes, die in neuerer
Zeit von Fachleuten mit Interesse verfolgt wird, und die
aus Schlesien eingeführt ist, ist die Methode des Spülschwemmverfahrens
 mittels Druck wasser, die von günstigen
Ergebnissen begleitet sein soll. Vorläufig hat sie erst
auf einigen Gruben Eingang gefunden, wie z. B. auf
Zeche Vereinigte Sälzer und Neuack. Das Verfahren besteht
 darin, daß das unter einem genügend hohen Drucke
stehende Wasser aus einer Druckwasserrohrleitung in
einem Trichter unter Druck zentral zum Abflußrohr
dieses Trichters ausströmt. Der Trichter dient gleichzeitig
 zur Aufnahme des ihm zugeführten Versatzmaterials,
welches durch ein Brechwerk event. noch zerkleinert wird,
Der Apparat wird in möglichster Nähe des Versatzbaues
aufgestellt. Durch das Abflußrohr des Trichters, welches
gleichzeitig als Zulassungsrohr von Wasser für das
Gemisch von Wasser und Versatzmaterial dient, wird
dieses Gemisch infolge der dem Druckwasser innewohnenden
 lebendigen Kraft dem Abbau nach Bedarf
zugeführt. Die Möglichkeit der Senkungen soll hierdurch
fast vollständig aufgehoben werden. Ich bezweifle es,