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behauptet, jede Gesteinsart, die dem abgebauten Flöze
überlagert, ginge auch in einem andern Winkel zu
Bruche. Man würde hierbei auf Zickzacklinien kommen,
die dem wirklichen Tatbestand nicht entsprechen.
Meiner Ansicht nach ist kein Grund vorhanden, bei
einem Uebergange von einer Gesteinsart zur andern
jedesmal einen andern Bruchwinkel anzunehmen. Man
scheint denn auch mehr und mehr von dieser Ansicht
abzugehen, obwohl auch noch bei den durch das Oberbergamt
 gemachten und herausgegebenen Beobächtungen
beim Uebergange von Kohle in den Mergel stets ein
Bruchwinkel von 70° für letzteren angenommen ist.
Unter den durch den Kohlenabbau, durch das ver
ursachte Niederbrechen der Gebirgsschichten, durch
3enkungen und Verschiebungen hervorgerufenen Bergschäden
 sei zuerst das Versiegen von Brunnen erwähnt.
Wenn auch beim Abteufen von Schächten die meisten
Fälle dieser Art durch Anbohrung wasserreicher Schichten
vorkommen dürften, so können auch durch das Niederbrechen
 der Bergschichten die Wasseradern nach unten
zu ihren Lauf nehmen und so die Brunnen zum Versiegen
 bringen. Dies ist aber nur das kleinste Uebel
und überhaupt nicht mehr von Belang, da Wasserleitungen
überall vorhanden sind und die Zechen im Falle der
Wasserentziehung meistens bereitwillig Schadenersatz
leisten.
Weit größere Uebelstände bringen. die Senkungen
mit sich durch Störung der Vorflutverhältnisse und
Hebung des Grundwasserspiegels. Ausgenommen hiervon
ist eigentlich nur das zur Ruhr sich entwässernde Gebiet.
während fast der ganze dem Niederschlagsgebiete der
Emscher und der oberen Lippe zuzurechnende Teil darunter
 zu leiden hat. Die nach der unteren Lippe zu sich
entwässernden Teile dürften bei intensiverem Kohlenabbau
 auch bei den denkbar größten Vorsichtsmaßregeln
ebenfalls in Mitleidenschaft gezogen werden. Vorläufig
ist der Bergbau in diesen Bezirken noch jung. Die
schlimmste Störung der Vorflut führen aber die ungleich-