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mäßigen Senkungen herbei, besonders da, wo sie im
Mittellaufe des größten Ableiters, der Emscher, am
stärksten auftreten. Würde eine gleichmäßige Senkung
ıler Flußläufe mit dem umgebenden Terrain stattfinden,
50 wären die Folgen nicht dergestalt, wie sie jetzt vorgekommen
 sind. Durch das Stagnieren der zahlreichen
Bäche und der Grubenabwässer der Zechen sammeln
sieh die mitgebrachten Fäulnisstoffe oder treten hei
höherem Wasserstande auf das benachbarte Gelände aus,
und hesonders im Sommer verpesten dann die Wassertänfe
 selbst und die inzwischen wieder in etwa getrockneten
Ländereien durch diese Sinkstoffe die Umgebung oder
rufen gar Seuchen hervor, wie dies mehrfach schon geschehen
 ist.
Durch die fortdauernden Senkungen treten die Bäche
über ihre Ufer, und da das umliegende Gelände häufig
noch mehr gesunken ist wie die es bis dahin entwässernden
Wasserläufe, so entstehen Seen und Sümpfe. So entstanden
 bei Stoppenberg und Oberhausen 25 bis 40 Morgen
große Tümpel. Ganze Güter werden auf diese Weise in
ihrem Ertrage vernichtet, und die Berywerksbesitzer
haben in vielen Fällen große Ländereien erwerben
müssen; denn durch das Austreten des salzigen Grubenwassers
 wird der Graswuchs auf den Wiesen zerstört,
durch Verschlammen die Bestellung der Felder unmöglich
gemacht, und die Holzungen fallen der Vernichtung durch
Abfaulen anheim. Der Grundwasserspiegel hebt sich
durch die Senkungen, und das Grundwasser wirkt so von
unten wie das stagnierende Wasser von oben. Die in
der Nähe liegenden Brunnen liefern kein genießbares
Wasser mehr und werden häufig als gesundheitsschädlich
polizeilich geschlossen, Man muß nun bedenken, daß
der Schaden noch dadurch ein größerer wird, daß die
dem Rhein zufließenden Wassermengen einen anderen
Lauf nehmen wie früher. Durch die riesige Bevölkerungszunahme
 und die gewaltige Industrie veranlaßt, auch
hervorgerufen durch die große Choleraepidemie des
Jahres 1866, entstanden an der Ruhr, die im Vergleiche