zu der schon damals schlechtes Wasser führenden
Emscher noch heute bedeutend besseres Wasser aufweist,
eine Anzahl Wasserwerke, wie das der Firma Krupp bei
Hügel, das Essener Wasserwerk in Bergerhausen, das
Wasserwerk für das nördliche westfälische Kohlenrevier
und die Wasserwerke der Städte Bochum und Dortmund
mit den noch teilweise im Bau begriffenen Ruhrtalsperren,
 die ihr Wasser urößtenteils zur Emscher
hinführen. Dies bewirkt einerseits den sich für eine
spätere Kanalisation so bemerkbar machenden niedrigen
Wasserstand der Ruhr, besonders in der Zeit des höchsten
Konsums, der in die trockene Jahreszeit fällt, andererseits
 gesteigerte Inanspruchnahme des Emscherbettes,
dem fast die ganzen Wassermassen nach Gebrauch in
Häusern, Zechen und Fabriken wieder zuströmen. Die
Entnahme der oben genannten Wasserwerke beträgt
etwa 95000000 Kubikmeter im Jahre oder pro Sekunde
3 Kubikmeter, an sich schon ein ganz respektabler
Wasserlauf. Hierzu tritt nun noch die Erschließung von
Wasseradern in den tiefer gelegenen Gebirgsschichten,
weiches Wasser ebenfalls von den Zechen gepumpt wird,
Das auf künstliche Weise der Emscher zugeführte Wasser
beträgt 20%, der Niederschlagsmenge im gesamten
Emscherbezirke. Die Nebenflüsse der Emscher haben
ebenso wie der Hauptfluß in ähnlicher Weise eine Veryrößerung
 der Wässermengen erfahren, und es mußte
z. B. die Berne von der Stadt Essen mit einem Kostenaufwande
 von 300000 Mark reguliert werden, da die
überreiche Wassermenge die Ufer zerrissen hätte. Die
bedeutend größere Waussermasse der Emscher, die im
Vergleich zu anderen Flüssen auch das Niedrigwasser
um etwa 50%, höher erscheinen läßt, ist bei den an-Aauernden
 Senkungen Veranlassung zu einer fortwährenden
 Tätigkeit der Interessenten, um möglichst
Vorkehrungen zu treffen, die Wirkung der zu erwartenden
Schäden zu mildern. Es bildeten sich Genossenschaften für
die Tiefetalentwässerungen, deren Mitglieder die beteiligten
Bergwerke waren. Unter diesen nimmt die Genossen-