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schaft für die Abwässerung des Schwarzbachgebietes die
bedeutendste Stelle ein; sie wurde gegründet im Jahre
1884 und hat seit dieser Zeit für Herbeiführung geeigneter
Vorflutverhältnisse mehrerer kleiner Nebenflüsse der
Emscher eine Summe von 1650000 Mark zum Zwecke
der Neuanlage von Kanälen und Abfindungen von
Mühlengerechtigkeiten aufgewendet. Nicht eingerechnet
sind die Kosten der jährlichen Unterhaltung. Auch für
Zwecke der Regulierung der unteren Emscher sind seit
dem Jahre 1885 Summen im Gesamtbetrage von etwa
6000000 Mark verwendet, ohne daß dadurch der Zweck,
eine regelrechte Vorflut zu schaffen, erreicht worden wäre.
Da ist dann im Jahre 1895 auf Anregung des verdienstvollen
 Oberbürgermeisters Zweigert in Essen eine
Kommission gebildet worden für Aufstellung eines Entwässerungsprojektes
 für das Emschergebiet, der sämtliche
 interessierte Kreise angehören. Daß die Stadt- und
Landkreise zuerst die Sache in die Hand nahmen, hatte
seinen Grund darin, daß diese gezwungen waren, regelrechte
 Kanalisationen anzulegen, die zum großen Teil
ohne Tieferlegen der Emscher mangels der notwendigen
Vorflut scheiterten. Dann führten auch die Städte die
Schmutzwasser häufig ohne gehörige Klärung den Bachläufen
 zu und trugen so zur V erunreinigung das Meiste
bei. Unzweifelhaft aber haben die Senkungen durch
den Bergbau den ‘unmittelbaren Anlaß zu einer umfassenden
 Korrektion des ganzen Emscherbettes sowie
der hauptsächlichsten Nebenbäche gegeben, und ebenso
unzweifelhaft werden die im Emscher-(Giebiete liegenden
Zechen den Löwenanteil der Kosten zu tragen haben,
zumal sie auch zur Verunreinigung der Gewässer ebenso
beitragen wie die Städte durch Ableitung ihres Schmutzwassers,
 denn das Grubenwasser wird auf einer Anzahl
 von Zechen in ungenügender Weise oder garnicht
 geklärt. Es ist seitens der Kommission nun ein
Projekt aufgestellt worden, das der Verwirklichung entgegen
 geht, zumal unter bewährter Leitung alle in Frage
kommenden Punkte in genialster Weise berücksichtigt