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worden sind. Der Kostenanschlag für die Korrektion
der Emscher, die eine Verkürzung des Laufes von rund
96 Kilometern erfährt und in der mittleren und unteren
Strecke eine Vertiefung von 4 bis 5 Metern voraussieht,
beträgt, die Regulierung der Nebenbäche einbegriffen,
rund 38000000 Mk., wovon 28000000 Mk. auf die
Korrektion der Emscher allein und 10000 000 Mk. auf die
Nebenbäche entfallen. Dabei ist eine Staatsbeihülfe
überhaupt nicht vorgesehen! Dem verflossenen Landtag
 lag ein Gesetzentwurf vor, der die Bildung einer
Zwangsgenossenschaft zur Regulierung der Vorflutverhältnisse
 der Emscher bezweckte. Da derselbe die Genehmigung
 des Abgeordnetenhauses gefunden hat, ist
mit der Ausführung des Planes sofort vorgegangen;
sieht sich doch jetzt die Körperschaft in die Lage
versetzt, die Kosten auf die Interessenten zu verteilen,
a. h. zuerst auf die Bergwerke wegen der verursachten
Senkungen, Erschließung neuer Wasseradern, Einleitung
der schmutzigen Zechengewässer, sowie auf die gewerk-Jichen
 Anlagen, ebenfalls wegen Ableitung der Fabrikwasser
 und die städtischen und ländlichen Gemeinwesen
wegen Abführung ihrer Schmutz wasserläufe. Das Projekt
sieht auch eine später notwendig werdende Korrektion
vor, die eine weitere Vertiefung bis zu 4 Metern ermöglicht.
 Notwendig ist das, denn die Angaben des Oberbergamts
 Dortmund lassen noch eine enorme Senkung
innerhalb des nächsten Vierteljahrhunderts erwarten.
Danach würde der ganze Lauf von der Mündung bis
Hörde aufwärts noch große Senkungen erfahren, die bis
4 Meter betragen, wodurch schon die Einpolderung
einer Strecke, die in der Gemeinde Altenessen liegt, notwendig
 werden würde. Wenn auch das Projekt die
Möglichkeit einer noch weitern Korrektion durch Vertiefung
 für die nächsten 75 bis 100 Jahre ins Auge faßt, so
ist meiner Ansicht nach diesem doch mit Mißtrauen zu
begegnen, wenn man bedenkt, welch enorme Veränderungen
 bei dem heute noch verhältnismäßig geringen
Kohlenabbau in den letzten 25 Jahren durch Boden-