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In den engmaschigen Straßennetzen des Bezirkes
sind durchweg Wasserleitungen vorhanden. Bei großen
Senkungen und den damit verbundenen Horizontalverschiebungen
 lösen sich häufig die Verbindungsstellen der
Wasserrohre und verursachen unter Umständen Schäden,
die manchmal schwer zu entdecken sind, wenn der Ablauf
 unterirdisch in die Kanalisation erfolgt. Im Jahre
1897 wurde das Haus Limbeckerstraße Nr. 75/77, in dem
sich ein Bazar befand, plötzlich in Wassernot versetzt
und es mußten schleunigst die Kellerräume geleert
werden, wobei nicht verhindert werden konnte, daß ein
beträchtlicher Posten der lagernden Waren vollständig
verdarb. Eine aufgestellte Lokomobile förderte pro
Minute aus den Kellerräumen 500 Liter, und das dauerte
ungefähr 5 Monate. Schreiber dieses interessierten die
merkwürdigen Erscheinungen, für die keine Erklärung
zu finden war. Die einen behaupteten, durch Stillliegen
der Zeche Hoffnung hätten alte Quellen wieder zu
fließen angefangen, die andern waren der Ansicht, daß
der Kaupenbach, der früher. seinen Lauf unter dem
Hause durch nahm, dann aber abgeleitet wurde, sich
wieder den alten Weg gesucht habe, dritte wiederum
glaubten gar an das Entstehen einer neuen Quelle, Die
angestellten Versuche mit Ultraninkali, einer sehr stark
fluorescierenden Flüssigkeit, welche dem Gewässer der
Kaupe beigegeben wurde, hätten zum Ergebnis einer
starken Färbung des im Keller des Hauses Nr. 75/77
aufquillenden Gewässers führen müssen, falls das Wasser
aus dem alten Laufe stammte. Das Resultat blieb trotz
tagelanger Beobachtungen und Untersuchungen ein
negatives, dagegen ergab später derselbe Versuch mit
Rohrleitungswasser der Städtischen Wasserleitung die
Aufklärung des Rätsels, Der Schaden war entstanden
durch einen Rohrbruch in der Kibbelstraße und zwar
verursacht durch Bodensenkung. Ebenso entstehen auch
Brüche der Gasleitungen. Noch im Laufe des vergangenen
 ‚Jahres hat die Verwaltung einer einzigen
Zeche an das städtische Schlachthaus in Essen eine Ent-