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lich ist, so vermischt man dieselben mit, ungefähr der vierfachen
Gewichtsmenge weißer feiner Asche oder Gips und streut die
Mischung gleichmäßig auf das Samenbeet. Alsdann wird das
Beet mit fein gesiebter Komposterde bestreut und mit einer
kleinen Walze oder flachen Holzpritsche leicht festgedrückt. Das
Beet wird hierauf mit Beetfenstern, Matten oder ähnlichem
Deckmaterial bedeckt; nach Verlauf von zwei Tagen wird die
Deckung leicht gelüftet und während der folgenden Woche zur
Zeit der Sonnenbestrahlung entfernt und das Beet nach Bedarf
leicht mit lauwarmem Wasser bespritzt. Bald zeigen sich auf
der Oberfläche kleine, spitz herzförmige Blättchen, welche flach
auf dem Boden liegen. Das Beet ist während des Anwachsens
der Pflänzlinge sorgfältig von Unkraut und tierischen Schäd—
lingen zu reinigen und zum Schutze der Wurzeln nach der Keini—
gung wieder mit gesiebter Komposterde leicht zu bedecken. In
vielen Fällen wird dem Beete auch während dieser ZSeit künst—
liche pflanzennahrung, wie Kali oder Holzasche, entweder fein
gepulvert oder in Wasser gelöst zugeführt. Wenn etwa infolge
zu reichlichen Säens an einzelnen Stellen die Pflänzchen zu dicht
beieinander stehen, so werden die überschüssigen Pflänzchen mit
einer Gabel vorsichtig ausgestochen oder bei vorgeschrittenem
Wachstum ausgerupft.
Zur Erzielung möglichst kräftiger widerstandsfähiger Pflänz—
linge ist vor deren Verpflanzung auf den Acker immer mehr
eine Zwischenarbeit in Ubung gekommen, welche Pikieren
genannt wird. Diese besteht darin, daß man die Pflänzchen
schon in offene, sorgfältig bearbeitete Gartenbeete in Abständen
von 3 em versetzi, wenn die Blättchen 1 cm groß sind. Abgesehen
davon, daß die zum pikieren bestimmten Pflänzchen in den
ziemlich kostspieligen Saatbeeten dichter gesät werden können,
entwickeln sich dieselben viel kräftiger und können leichter auf
das Feld versetzt werden, weil jedes Pflänzchen leicht, mit einem
Erdballen an den Wurzeln belegt, ausgezogen werden kann.
Indessen ist der Entfernung tierischer Schädlinge (maulwurf,
Regenwürmer, Schnecken) von den Beeten besondere Sorgfalt
zu widmen. Haben die Blättchen der Pflänzlinge eine Größe
pon 6—-8em erreicht, so werden sie auf das Ackerfeld versetzt.
Die Aufzucht der Pflänzlinge dauert 2 Monate; die Wachstums—

Samenbeete