Düngstoffe 25
von 1600 k8 Tabak (Blätter mit Stengel) entzieht dem Boden
56,57 kg Kali, 12,35 kg Phosphorsäure, 54,25 kg Kalk und
48,54 Kg Stickstoff, indessen wird reichlich die Hälfte dieser Stoffe
dem Boden durch die nicht geernteten Stengel usw. zurückgegeben.
Von diesen dem Boden entzogenen Nährstoffen muß namentlich
das Kali durch Zusatzstoffe ergänzt werden. Die in Deutschland
in großen Mengen gewonnenen anorganischen Kalisalze eignen
sich wegen ihres starken Chlorgehaltes nicht; vielfach angestellte
Versuche mit einem „Martellin“ genannten kieselsauren Kali—
präparat haben sehr gute Erfolge gehabt. Die Versuche mit
andern anorganischen Düngstoffen, wie Phosphat und Chilisal—
peter, haben bisher negative Resultate gehabt; die Beigabe des
letztern erbringt zwar ein viel größeres Erntegewicht, aber das
Blatt wird schwammig, fault sehr leicht bei der Trocknung und
zeigt als fertiges Produkt sehr schlechte Qualität und geringe
Glimmfähigkeit. Die schlechten Eigenschaften des salpeterhal—
tigen Tabaks machen sich auch dem Laien beim Rauchen in der
Pfeife und Zigarre bemerkbar, insofern derartiger Tabak, mit
zischendem Geräusche kleine Funken sprühend, verbrennt und
sehr schnell verlöscht, wenn nicht behutsam geraucht wird.
Die Bepflanzung des Ta—
bakfeldes (Abb. 3 8. 15). Wie
bereits erwähnt wurde, werden
die Pflanzen in Abständen von et— 45
wa 40 em gesetzt und der Abstand
zwischen je zwei Reihen auf etwa,
50 -60 cm vergrößett. Dement⸗ *
sprechend werden auf dem Selde
mittels eines, Marqueur“ genann—
ten kräftigen hölzernen Tabak—
rechens die Pflanzstellen angezeigt
(Abb. 4). Nachdem die Oberschicht
des Saat⸗-bzw. Freilandbeetes durch
Begießen locker gemacht wurde, werden die Pflänzchen aus dem—
selben herausgezogen; hierbei ist sehr vorsichtig zu verfahren,
damit die Wurzelfasern, welche kurze Zeit vorher aufgelockert und
begossen wurden, nicht zerrissen werden. Die markierten Pflanz—
stellen des Feldes werden dann mit den Pflänzchen befetzt, indem

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