Erhaltung des Saatgutes

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werden kann. Betreffs der zweckdienlichen Erhaltung des Samens
gibt Weigand in seinem vorerwähnten Buche folgende Vor—
schriften; „Die beste Sorte, mit der zu pflanzen beabsichtigt
wird, bewahrt man gut verschlossen in blechernen Büchsen auf,
die darauf eingerichtet sind, eine mit ungelöschtem Kalk gefüllte
Vorrichtung aufzunehmen, um alle Feuchtigkeit in der Büchse zu
absorbieren. Die Beurteilung und Auswahl der zu verwenden—
den Sorten geschieht dann nach Farbe, Gleichmäßigkeit, Reinheit,
Feruch, Größe und Gewicht der Saatkörner; ein weiteres wich—
tiges Moment ist das Keimvermögen und die UKeimenergie.“
Unter Keimvermögen versteht man jenen Prozentsatz von
Rörnern, der bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (14 Tage)
entkeimen kann; hingegen bezeichnet man mit Keimenergie die
—
zZeitpunkt (7 Tage) entkeimt sind. Wenn also ein „Reimvermögen
von 90“ bedeutet, daß von 100 Körnern während eines Seit—
raumes von beispielsweise 14 Tagen 90 Körner, wenn auch nur
nach und nach aufkommen, so bedeutet eine „Keimenergie von
50“, daß von 100 Körnern nach beispielsweise 7 Tagen schon
50 entkeimt sind.
Fruchtfolge. In Deutschland war es früher vielfach üblich,
den Tabak abwechselnd mit Luzernen anzubauen, da bei dieser
Fruchtfolge quantitativ sehr gute Ergebnisse erzielt wurden.
Indessen war dann die Qualität und Brennfähigkeit des Tabaks
höchst mangelhaft, weil die CLuzerne eine große Ansammlung
von Stickstoff im Boden verursachte. v. Babo empfiehlt des—
halb die Fruchtfolge: Winterroggen, Stoppelrüben, Tabak, da
die Stoppelrübe dem Boden eine Menge von Chlorverbindungen
entzieht und durch das erforderliche Behacken des Bodens dieser
von Unkraut befreit und locker wird. Die besten Qualitäten
wurden aber erzielt, wenn Tabak mehrmals auf Tabak folgte,
d. h. das Feld nur zum Tabakbau benutzt wurde unter der Vor—
aussetzung, daß die zweckentsprechende Düngung geschah. In den
tropischen Tabakbaugebieten gestattet das Klima eine intensivere
Ausnutzung des Bodens. So berichtet Weigand über die Kultur
in Java: „Auf Unternehmungen mit genügender Bewässerung
ist die Reihenfolge der Bepflanzung für 2 Jahre: Januar bis
Mai: Reis; Juni bis Oktober: Reis; November bis März: Reis;