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Rohtabakproduktion der Welt

namentlich den Feuchtigkeitsgehalt der Luft in der Trocken—
kammer sorgfältig beobachten und die Deutilation sachgemäß
regulieren. hat der Tabakt die richtige gelbliche Färbung und
Derfeinerung des Blattes angenommen, so daß letzteres an der
spitze sich elastisch rollen läßt, so wird die Temperatur schnell
auf 50 und später auf 600 S gesteigert, und wird so lange bei—
behalten, bis die Blätter ausgetrocknet sind. Alsdann sind aber
die Mittelrippen derselben noch feucht und bringen damit die
GBefahr, faulig zu werden und die Fäulnis auf die Blattsubstanz
zu übertragen. Man steigert deshalb bei starkrippigem Tabak
die Temperatur weiter auf 70—75, in Ausnahmefällen sogar
auf 900 C. Indessen leidet unter diesen hohen Temperaturen so—
wohl die Elastizität als auch die Qualität des Tabaks, so daß bei
sorgfältiger Arbeit eine Temperatur von 650 selten überschritten
wird. Der ganze Vorgang nimmt gewöhnlich 4—65 Tage in Anspruch.
In den füdlichen Staaten wird die künstliche Trocknung (kire
zuring) teilweise durch Trocknen an der Sonne (Sun curing) er⸗
setzt; vielfach wird auch zuerst an der Sonne und daran an—
schließend in der Trockenkammer am Feuer getrocknet.
Die Trockenkammern haben in der Regel eine Grundfläche von
327m. Der Unterbau besteht aus Mauerwerk, auf welchem
die etwa 7m hohen jalousieart'gen Hholzwände aufgerichtet werden;
auf diesen ruht d-s ungesähr Zm bohe, mit Lustklappen versehene
Dach. Am Boden der Kammern sind mehrere heizrohre angelegt,
welche die hitze aus dem von außen heizbaren Ofen verteilen.
Die in Fachkreisen viel erörlerte Srage, ob diese Fermen—
tationsmethode den Vorzug vor der sonst üblichen Art des
Fermentierens verdient, ist heute noch als unentschieden zu be—
trachten, insbesondere wird die Ansicht, daß die Qualitaäͤt des
Produktes dadurch verbessert werde, von den meisten Fachleuten
hestritten.

IV. die Rohtabakproduktion in den verschiedenen
Ländern.

Die Geschichte des Tabakbaus zeigt, daß manche ehemals für
den Weltbedarf hochwichtige Länder mit der Zeit ihre Bedeutung
als Lieferanten für den internationalen Markt verloren, teilweise
sogar den Tabakbau ganz eingestellt haben, während wiederum