Rohtabakproduktion der Welt
Ernten ergaben im Durchschnitt einen jährlichen Ertrag von
154 400 Ballen mit einem Erlös von 23640000 6ulden.
Der Tabakbau auf Sumatra zeigt ein glänzendes Bild der
Entwicklung; er steht heute auf einer unerreichten höhe und dient
allen Ländern als Dorbild, welche die Erzeugung bon Zigarren—
deckblatt, dem höchstbezahlten Produkt, beireiben“ Der Pater des
Tabakbaues auf Sumatra ist der J. Nienhuis, welcher
die Insel Sumatra im Jahre 18631besuchte, um deren Eignung
für den Tabakbau zu prüfen. Nienhuis begann sogleich den
Anbauversuch mit finanzieller Unterstützung von Rotterdamer
Finanziers und brachte im Jahre 1865 die ersten 50 Ballen
Sumatra-Tabak in Rotterdam an den Markt, welche von den
Fachleuten sehr gut beurteilt und entsprechend bezahlt wurden.
Der auch im nächsten Jahre befriedigende Erfolg brachte Nien—
huis die finanzielle Unterstützung eines in Amsterdam als Ge—
treidehändler tätigen Deutschen P. W. Janssen, und beide
gründeten gemeinsam behufs Ausdehnung des Tabakbaues die
Aktiengesellfchaft, Deli Matschappij“ mit dam Sitze in Amsterdam,
welche sich verhältnismäßig schnell zu einem Unternehmen von
größtem Umfange und einem finanziellen Erfolge entwickelte,
dessen Höhe und Dauerhaftigkeit in der Geschichte der Kolonial—
wirtschaft fast ohnegleichen ist. Die Tabakbaugebiete befinden
sich an der Ostküste der Insel und umfassen die Distrikte Deli,
Lankat, Serdang, Asahan, Padang, Batoe-Bahra, nach welchen
auch die verschiedenen hauptsorten benannt werden. Die besten
Hewächse werden in den Distrikten Deli und Lankat erzeugt.
Neuere, an der Südküste der Insel versuchsweise angelegte Tabaͤk—
oflanzungen haben bisher befriedigende Erfolge noch nicht er—
zielt. Die Pflanzungen sind meist im Besitze von Aktiengesell—⸗
schaften. Außer der bereits im vorigen Abschnitte erwähnten
scheidung des Ernteproduktes in vier Klassen nach den Stadien
der Reife werden die einzelnen Blätter wieder nach ihren ver—⸗
schiedenen Merkmalen in sehr viele, oft bis zu 40 Unterklassen
sortiert, für welche fast allgemein die gleichen Bezeichnungen ge—
braucht werden, so daß die Räufer schon aus dem Sortierzeichen
allgemeine Schlüsse auf die Beschaffenheit der Ware ziehen koͤnnen.
Hach der Blattgröße werden wie bei Java-CTabak vier Klassen
Ur. 24 sortiert. Weitere Sortierzeichen sind: D Sdunkle, fast

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