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Tabaks. Als bedeutende Stapelplätze des Auslandes sind zu
nennen in Nordamerika: Couisville, Clarksville, Hopkinsville,
Hew Orleans, Baltimore und Neuyork; in Brasilien: Bahia und
Tachoeira; in Kuba: havanna; in der Türkei: Kavalla, Xanthi,
Saloniki und Smyrna. In Curopa sind die bedeutendsten Ein—
fuhrplätze: Bremen, hamburg, Liverpool, London, Antwerpen,
Amsterdam und Rotterdam. Die beiden letztgenannten Städte
besitzen den gesamten Weltmarkt für die Produkte von nNieder—
ländisch-Indien. Ferner ist noch Dresden als für Deutschland
wichtigster Handelsplatz für orientalischen (türkischen, griechi—
schen usw.) Rohtabak zu erwähnen. In Liverpool und London
werden hauptsächlich, dem britischen Verbrauche entsprechend, die
zur Herstellung von feingeschnittenem Pfeifentabak dienenden
Gewächse Nordamerikas eingeführt und gehandelt. hinsichtlich
der Mannigfaltigkeit der Tabaksorten steht der Import und
handel von Bremen an erster Stelle. Die Anfänge des Bremer
Tabakhandels gehen bis in die zweite hälfte des 18. Jahr—
hunderts zurück. Bis dahin hatten Amsterdam und Rotterdam
die ausschlaggebende Stellung im handel mit amerikanischem
Tabak und versorgten auf dem Wasserwege (Khein und Weser)
die deutschen Tabakfabriken, so auch diejenigen von Bremen, wo
die Tabakfabrikation schon um das Jahr 1663 nachweisbar ist.
Als durch den amerikanischen Befreiungskrieg der handel mit
dem Mutterlande England sowie auch mit holland eine gewaltige
Cinschränkung erfuhr, wurde durch ausgewanderte Bremer Kauf—
leute der direkte Import von Tabak aus Amerika in ihre Vater—
stadt begonnen. Dieser diente zuerst nur zur Versorgung der
bremischen Fabriken; bald aber schickten die Tabakhändler von
Bremen ihre Reisenden mit Tabakproben in ganz Deutschland
und den benachbarten Ländern umher und hatten nach einiger
zeit Holland überflügelt. Nach den ersten statistischen Angaben
betrug die Tabakeinfuhr Bremens im Jahre:
Tabakblätter Tabakstengel Karotten Uanaster
1821 58255 12252 5 — de
1825 54112 7414 220 — ,„
1835 120854 24 667 12 3028,

Rohtabakhandel

Im Jahre 1854 betrug der Gesamtimport 279 490 de im
Werte von 7500832 Goldtaler (1 Goldtaler — 3,32 Mark).