72 Sigarrenfabrikation
konstruierten Maschinen sich im
allgemeinen nicht bewährt ha—
ben. Als Kuriosum sei noch er—
wähnt, daß die Eingeborenen
in Britisch-Indien die Wickel
auch mit den Füßen bzw. Zehen
anfertigen. Der Wickel wird
auf folgende Weise angefertigt:
Das Umblatt wird in Stücke,
der Größe des Wickels ent—
sprechend, zerrissen, der obere
Teil des Blattes auf dem
Arbeitstische ausgebreitet und
das unten vom Stengel ab—
gestreifte Blattstück zur Ver—
stärkung darauf glatt aufge—
legt. Alsdann nimmt der
Wickelmacher mit der einen
hand die Einlagestücke und
legt sie parallel und ausge—
—
hohl gebogene andere hand,
wobei die einzelnen Stücke
der Form und Größe des
Wickels entsprechend ange—
ordnet werden. Die so zu
einer Puppe geformte Einlage
wird nun auf das Umblatt
gelegt und mit beiden händen
in dasselbe eingewickelt; diese
Arbeit muß sehr gleichmäßig
geschehen, da sonst die Ein—⸗
aAbb. 9a. Abb.9 b. lage nicht parallel in der
Wichelform (Unterform). Wickelform Deckel). Cängsachse des Wickels liegt,
Conrad Deines ir. A.G. Hanau. sondern schraubenförmig ver
dreht wird. In diesem Falle würden die inneren CLuftkanäle
verstopft und die Zigarren ungleichmäßig abbrennen oder nicht
„ziehen“; dieser Fehler entsteht auch dann, wenn die Einlage