Sigarrenfabrikation
Rollbrett aus glatt gehobeltem Buchenholz oder aus Zink, ein
kleines Schüsselchen zur Aufnahme des Kleifters (meist Tragant—
gummi), ein glatt gehobeltes 10: 15 cm großes Keibebrettchen
und ein feuchter Lappen oder ein Zinkkäftchen zur Aufnahme
des Deckblattes. Aus diesem entnimmt der Sigarrenmacher eine
Blatthälfte, welche er in schmale, der Form der Zigarre ange—
paßte Streifen zerschneidet. Alsdann entnimmt er der Wickel—
form einen Wickel, um welchen er, vom Brandende beginnend,
—B
halb der Spitze des Wickels angekommen, wird der noch frei ge—
bliebene Teil des Deckblattes rund ausgeschnitten, mit Kleister
bestrichen und zur Spitze der Zigarre umgerollt. Nachdem die
am Brandende überstehenden Teile des Dedckblattes abgeschnitten
wurden, wird die fertige Zigarre mit dem Reibebrettchen unter
leichtem handdrucke auf dem Rollbrette hin und her gerollt,
damit sich die Einlage gleichmäßig verteilt. Die Zigarren werden
alsdann abgeliefert und kommen in Partien von 3000-10 000
Stück in die Sortierstube. Der Sortierer, welcher seine
Arbeit an einem etwa 1m hohen Tische stehend verrichtet, scheidet
zuerst die mißfarbigen Zigarren (Ausschuß- oder Fehlfarben) aus
und trennt die übrigen Zigarren nach der Farbe. Diese Arbeit
erfordert großze Ubung, da die Farben bis in die feinsten Schat—
tierungen, bei feinen Fabrikaten in mehr als 60 verschiedene
Sarbenklassen sortiert werden. Die Zigarren werden alsdann
vom Sortierer entweder in Bündel von je 25, 50 oder 100 Stück
zusammengebunden (hierzu wird ein entsprechend geformter
Bündelblock benutzt) oder lose in die Kistchen eingelegt. Zu der
oberen Lage der Bündel bzw. Kistchen werden besonders rein—
— „Spiegel“ aus—
gesucht. Die gefüllten Kistchen werden dann in großen Pressen
zusammengestellt und zugepreßt. In den meisten Fabriken
werden die Bündel bzw. losen Zigarren in besonders konstru—
ierten Preßkasten auf das Innenmaß der Kisichen zusammen—
gepreßt und dann fertig gepreßt in letztere eingelegt. Diese
werden von Kistenmachern angefertigt. Die Brettchen
aus Erlen-, afrikanisch Mahagoni- (Gabun,) oder SZedernholz
aus Kuba und Mexiko beziehen die Zigarrenfabriken von
Spezial-Furniersägereien fertig auf das angegebene Maß zu—

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