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Zigarettenfabrikation

einem Gemisch, dessen hauptbestandteil der elsässische Tabak
bildet. Das Zigarettenpapier wird zum größten Teile in Frank—
reich und Osterreich fabriziert; die in Deutschland versuchte
Fabrikation desselben hat bisher namhaften Erfolg nicht gehabt.
Als Rohstoff hierzu dienen Pflanzenfaserstoffe (Ceinen, Hanf usw.),
denen im herstellungsprozesse Magnesium und andre Chemika—
lien beigesetzt werden zu dem 3wecke, die Glimmfähigkeit des
Papiers zu erhöhen und dessen Eigengeruch beim Verbrennen
möglichst zu beseitigen. Die Vorbearbeitung des Tabaks beginnt
bei den zumeist verwendeten türkischen Gewächsen mit dem
„Aufreißen“, d. h. die in Büschel zusammengebundenen flach
ausgebreiteten und aufeinanderklebenden Blätter werden von—
einander getrennt, wobei sie gleichzeitig nach der Farbe in
mehrere Klassen sortiert werden. Nachdem die zu einer Mischung
bestimmten verschiedenen Sorten zusammengehäuft wurden,
werden sie mittels der Nebelpumpe angefeuchtet. Vor der Weiter—
verarbeitung wird der Tabakhaufen behufs möglichst gleich—
mäßiger Vermischung mehrmals durcheinander geworfen. Ist der
Tabat von der Feuchtigkeit gleichmäßig durchzogen, so wird er auf
der Schneidemaschine geschnitten (A4bb. 10, 8. 77). Die aus Eisen
bestehende Maschine wird sowohl für hand- als auch für Kraft-—
betrieb gebaut; die hauptsächlichen, nur in Kleinigkeiten von—
einander abweichenden Konfstruktionsteile sind die Schneidelade
mit dem Mundstück, der Vorschub und die Messerführung.
Nachdem der Tabak von einem Arbeiter in die Schneidelade
so eingefüllt wurde, daß die Blattstengel möglichst parallel der
Längsrichtung der Lade liegen, wird derselbe durch einen mittels
des Vorschubs beweglichen, auf dem Boden der Lade laufenden
endlosen Transportgurt an ein System geriefter Walzen ge—
bracht. Diese bringen den Tabak unter allmählicher Pressung
vor das Mundstück, vor welchem das in Kulissfen (Caufnuten)
sich auf und ab bewegende Messer die aus dem Mundstück
heraustretenden Schichten Tabak abschneidet. Der Vorschub ist
mit der Messerführung zwangsläufig verbunden, und kann seine
Bahnlänge beliebig reguliert werden, so daß die Schnittbreite
des Tabaks von 5mm ab bis zu 6 und mehr mmgenau be—
stimmt werden kann. Alle Arbeitsvorgänge mit Ausnahme des
Füllens erfolgen automatisch. Der Kraftbedarf bei motorisch