Sigarettenmaschinen 81
tigung von Zigaretten die Hhandarbeit durch Maschinenarbeit zu
ersetzen, ist das durch die Tabakschneidemaschine in einen ziem—
lich gleichmäßigen Zustand vorgearbeitete Rohmaterial erheblich
günstiger als bei der Zigarrenfabrikation. Bei den neueren
Maschinen wird die Papierhülse nicht aus einzelnen Blättchen
gebildet, sondern von sogenannten „Bobinen“; dies sind sehr
lange Streifen von Zigarettenpapier, deren Breite dem Um—
fange der anzufertigenden Sigaretten entspricht. Der Papier—
streifen ist ähnlich wie der Streifen an Telegraphenapparaten
aufgerollt. In dieser Form werden die Bobinen von den
Zigarettenpapierfabriken fertig, auf Bestellung auch mit Metall—
belag (Goldbobinen) geliefert. Die meisten Maschinen leisten
folgende Arbeit: Das Zigarettenpapier wird von der Haspel
abgezogen, mit dem Namen der Sigarette bedruckt, nach Be—
darf bronziert oder mit Kork— bzw. Goldmundftück beklebt und
dann mit Tabak belegt, welcher aus einem Ranal, entsprechend
als Strang geformt, darauf geführt wird. In der Folge wird
das den Tabakstrang enthaltende Papier röhrenförmig zu—
sammengelegt, die beiden Seiten aufeinandergeklebt oder gefalzt
und die gefüllte Röhre auf die Länge der zu fertigenden Zigä—
retten zerschnitten. Maschinen dieser Art werden meist von
deutschen (Dresden) oder amerikanischen Fabriken gebaut. Die
zrößte Verwendung finden die Maschinen der amerikanischen
Sabrik The United Cigarettes Machine Cy., welche den
Heneralvertrieb für Deutschland einer Firma in Bremen über—
tragen hat, und werden heute rund 8000 aller Maschinen⸗
zigaretten ohne Papiermundfstück auf Maschinen dieses Systems
hergestellt, von welchem hauptsächlich zwei Typen im Gebrauch
sind: 1. Die Universal⸗Zigarettenmaschine (Abb.11): Der mit
der Hhand in einen trichterförmigen Behälter eingefüllte Tabak
wird durch ein System von mit Stacheln versehenen Walzen
auf einem endlosen Transportgurt ausgebreitet und gleichmäßig
verteilt und gelangt von dort in einen Nanal, worin er auch
von oben durch eine rotierende Preßscheibe zusammengedrückt
wird. Beim Austritte aus dem Kanat legt sich der so gebildete
Tabakstrang auf den darunter hergeführten Zigarettenpapier—
streifen, welcher vorher von der Maschine bedruckt und nach
Bedarf bronziert wurde und gelangt in eine röhrenförmige
AnusG 416: Wolf, Der Tabak. 2. Auf!